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Federica Brignone beim Super-G in Cortina d'Ampezzo. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT

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Federica Brignone beim Super-G in Cortina d'Ampezzo. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT

Gold! Brignone schreibt Märchen in Cortina

Federica Brignone hat sich am Donnerstag im Super-G der Damen zur Olympiasiegerin gekrönt. Die Italienerin schrieb damit ein Märchen der besonderen Art.

Federica Brignone ist Olympiasiegerin – eine Realität, von der die Italienerin im April 2025 noch Lichtjahre entfernt war. Wenige Wochen nach dem Gewinn der großen Kristallkugel brach sie sich das Schien- und Wadenbein und riss sich das Kreuzband. Lange stand ein großes Fragezeichen hinter ihrem Comeback, beim Weltcup am Kronplatz kehrte sie zurück und trumpfte prompt auf. Dreieinhalb Wochen später machte sie schließlich das Unmögliche möglich: Im Super-G bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo raste die 35-Jährige sensationell zu Gold.


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Auf einer bissigen Olimpia delle Tofane meisterte Brignone den vom norwegischen Coach Thomas Rødseth gesetzten Kurs mit der richtigen Mischung aus Risiko und Kontrolle – vor allem letztere ließ die Konkurrenz der Altmeisterin vermissen. So schieden etwa Emma Aicher, Ester Ledecka, Sofia Goggia oder auch Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson nach leichtsinnigen Fehlern aus. Insgesamt schafften es 17 von 43 Läuferinnen nicht ins Ziel. Dabei wäre vor allem im zweiten Sektor viel möglich gewesen: Brignone fuhrt dort nur die siebtbeste Zeit (+0,68), Goggia war dort vor ihrem Aus die mit Abstand schnellste Athletin gewesen.

Französin verhindert ÖSV-Doppelerfolg

Zu einer weiteren Nutznießerin dieser Fehler avancierte die Französin Romane Miradoli. Die 31-Jährige, die im März 2022 in Lenzerheide (Super-G) ihren einzigen Weltcupsieg feierte, fuhr 0,41 Sekunden hinter Brignone zu Silber. Damit verhinderte sie einen österreichischen Doppelerfolg. Cornelia Hütter freute sich zwar über Bronze und damit ihre erste olympische Medaille, nur eine Hundertstelsekunde dahinter blieb ihrer Landsfrau und Team-Kombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler aber das ungeliebte Blech (4./+0,53).

Romane Miradoli holte sich Silber im Super-G. © ANSA / JURE MAKOVEC

Romane Miradoli holte sich Silber im Super-G. © ANSA / JURE MAKOVEC


Neben Brignone und Goggia waren noch zwei weitere Azzurre am Start. Laura Pirovano (5./+0,76) und Elena Curtoni (7./+0,77) sorgten für Top-Ergebnisse.

Drittes Gold im Super-G für Italien

Brignone ist nicht die erste Olympiasiegerin im Super-G aus Italien. Vor der zweimaligen Weltmeisterin gelang dieses Kunststück Deborah Compagnoni (1992) und Daniela Ceccarelli (2002). Die Südtirolerinnen Isolde Kostner (1994) sowie Karen Putzer (2002) sorgten mit jeweils Bronze für weitere Medaillen in dieser Disziplin.

Federica Brignone freut sich über ihren märchenhaften Erfolg. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI

Federica Brignone freut sich über ihren märchenhaften Erfolg. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI


Bei den laufenden Winterspielen steht Gastgeber Italien nun bei fünf Gold-, zwei Silber- und sieben Bronzemedaillen. Weiter geht es im Ski Alpin mit dem Riesenslalom der Männer am kommenden Samstag (ab 10.00 Uhr im SportNews-Liveticker). Einen Tag später sind die Damen ebenso im Riesentorlauf gefordert (ab 10.00 Uhr).

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