
Giovanni Franzoni hat sein erstes Rennen gewonnen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF
Jubel am Schicksalsort: Franzonis emotionaler Sieg
Am Freitag hat sich ein neuer Skifahrer in der Siegerliste des Weltcups verewigt: Giovanni Franzoni gewann sein erstes Rennen. Dieser Triumph hat etwas Schicksalhaftes an sich.
16. Januar 2026
Von: det
Allerspätestens seit diesem Freitag steht fest: Italien hat einen neuen Ski-Star! Giovanni Franzoni hat in Wengen alle verblüfft und im Super-G seinen ersten Weltcupsieg eingeheimst. „Das ist absolut unglaublich“, kann es der 24-Jährige nicht fassen.
Dass der Skifahrer aus Manerba del Garda – einem kleinen Dörfchen am Gardasee – in einer starken Form ist, bewies Franzoni bereits in Gröden, als er im Super-G Dritter wurde und somit sein erstes Weltcuppodest holte. Nun folgte der erste Sieg. Dass dieser ausgerechnet in Wengen passiert, ist eine Ironie des Schicksals.
Böser Sturz und schwere Verletzung
Unterm Lauberhorn hat Franzoni nämlich einen sehr düsteren Moment seiner Karriere erlebt. Im Jänner 2023 kam der dreifache Junioren-Weltmeister am Canadian Corner böse zu Sturz. Dabei zog er sich eine schwere Oberschenkelverletzung zu, die seine Saison frühzeitig beendete. Auch im folgenden Winter kam Giovanni nicht auf Touren.Franzoni zeigte ein heldenhaftes Rennen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Als er – fast zwei Jahre nach der Verletzung – im Dezember 2024 als Vierter im Super-G von Beaver Creek für eine kleine Sensation sorgte, erklärte Franzoni: „Seit zwei Jahren arbeite ich wie ein Verrückter, deshalb will ich jetzt allen, die eine schwere Zeit durchmachen, sagen: 'Arbeitet hart und glaubt an euch!'“
Als hätte das Schicksal seine Hände im Spiel
Nach seinem Sieg in Wengen erinnerte sich Franzoni an seinen Crash am Lauberhorn zurück. „Nach meinem Sturz in Wengen hat sich eine Sache geändert: Ich versuche, jedes Rennen zu genießen“, so der Shootingstar. Und er ergänzt: „Heute habe ich den Unterschied genau dort gemacht, wo ich vor drei Jahren gestürzt bin und mich verletzt habe. Es ist, als hätte das Schicksal seine Hand im Spiel gehabt.“Franzoni (Mitte) auf dem Siegerpodest mit Stefan Babinsky (links) und Franjo Von Allmen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF
Wengen ist für Franzoni aus einem weiteren Grund speziell. „Hier habe ich mich nicht nur schwer verletzt, sondern auch meine ersten Weltcuppunkte im Super-G gesammelt“, meint der Gardasee-Skifahrer. Das war im Jänner 2022. Was für die große Lauberhorn-Abfahrt am Samstag drin ist? „Ich weiß es nicht, aber ich werde dieses legendäre Rennen maximal genießen.“
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