
Mikaela Shiffrin holte keine Medaille in der Team-Kombination. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI
Kombi-Sensation: Auch Shiffrin versagen die Nerven
Eigentlich war alles aufgelegt für Gold in der Team-Kombination: Olympiasiegerin Breezy Johnson fuhr in der Abfahrt wieder die schnellste Zeit. Doch dann vermasselte es ausgerechnet der US-Superstar, Mikaela Shiffrin, im Slalom.
10. Februar 2026
Von: dl
Shiffrin und Olympia war zuletzt keine Liebesbeziehung mehr: Nach ihrer Nullnummer in Peking vor vier Jahren war sie am Dienstag in Cortina eigentlich auf dem Weg zu ihrer insgesamt dritten Goldenen bei den Winterspielen. Doch Shiffrin kam im Slalom nicht richtig auf Zug und belegte gemeinsam mit Johnson den ungeliebten vierten Rang. Der Rückstand auf eine Medaille betrug nur sechs Hundertstel und auf Gold auch nur 31.
Gold ging sensationell an die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber. Das ÖSV-Duo setzte sich hauchdünn vor den Deutschen Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher und vor den US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles/Paula Moltzan durch. Es ist das erste Olympia-Gold für die ÖSV-Frauen seit dem Triumph von Anna Fenninger im Super-G von Sotschi 2014 und die zweite Goldmedaille für Österreich bei diesen Spielen nach jener des Snowboarders Benjamin Karl.
Martina Peterlini (links) musste von Laura Pirovano getröstet werden. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI
Die beiden Trentinerinnen Laura Pirovano und Martina Peterlini waren nach der Abfahrt Dritte gewesen. Auch Peterlini machte im Slalom ihre Sache zunächst gut, war nach der zweiten Zwischenzeit noch in Führung gelegen. Doch dann schied die Slalom-Spezialistin aus Rovereto aus. Anschließend tröstete Pirovano im Ziel ihre völlig enttäuschte Teamkollegin.
Anna Trocker zeigt auf
Ein Ausrufezeichen setzte Anna Trocker, die gemeinsam mit Nicol Delago ein Südtiroler Duo bildete. Nach Platz zehn in der Abfahrt bewies die 17-jährige Trocker im Slalom viel Mut und ging hohes Risiko. Die Völserin blieb zwar nicht fehlerfrei, konnte aber immerhin den zehnten Gesamtrang halten. Eine beachtliche Leistung – immerhin gab Trocker ihr olympisches Debüt. Die Südtirolerin war im Slalom sogar 19 Hundertstel schneller als Shiffrin.Die junge Anna Trocker bei ihrem Olympia-Debüt. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Nadia Delago ging mit Giada d'Antonio, dem 16-jährigen Wunderkind aus Neapel, an den Start. Nach Platz 20 in der Abfahrt schied d'Antonio im Slalom bereits nach wenigen Toren aus – genauso wie Comebackerin Petra Vlhova. Um die Teilnahme der jungen Azzurra d'Antonio hatte es im Vorfeld eine Polemik gegeben.
Für das vierte Duo aus Italien, Sofia Goggia und Lara Della Mea, gab es gar keinen Slalom, weil Goggia bereits in der Abfahrt stürzte. Die Bronzegewinnerin vom Sonntag blieb immerhin aber unverletzt. Weiter geht es für die Ski-Damen in Cortina am Donnerstag mit dem Super-G.
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