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Henrik Kristoffersen kam nicht auf Touren. © ANSA / ANNA SZILAGYI

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Henrik Kristoffersen kam nicht auf Touren. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Kristoffersen schäumt vor Wut: „Lächerlich“

Der Riesentorlauf in Schladming ging am Dienstagabend bei extremen Bedingungen über die Bühne. Dies führte zu einem Ausraster von Henrik Kristoffersen, der kein Blatt vor den Mund nahm.

Die Startnummer 1 geht im Skisport in der Regel mit einem kleinen Vorteil einher – nicht aber am Dienstag beim Riesentorlauf in Schladming. Der Grund: Die völlig vereiste Schneeunterlage. Jener Athlet, der das Rennen auf der Planai eröffnete und aufgrund der Glätte immer wieder den Halt verlor, war Henrik Kristoffersen. Nach der Zieldurchfahrt lächelte der Norweger sarkastisch. Schnell wurde klar, wieso: Die Bedingungen schmeckten dem Skistar, der als 19. über zwei Sekunden auf den Halbzeitführenden Lucas Braathen verlor, überhaupt nicht.


„Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll“, sagte der 31-Jährige am Mikrofon des norwegischen Senders Viaplay. „Aber ich kann ja nach Wengen nichts mehr sagen. Markus Waldner (der FIS-Renndirektor, Anm. d. Red.) hat mir einen Maulkorb verpasst.“ Rückblende: Nachdem sich Kristoffersen in Wengen heftig über die Pistenpräparierung beklagt hatte, wurde er vom Südtiroler verwarnt. „Nächstes Mal gibt es eine empfindliche Strafe“, sagte Waldner, dem vor allem die „aggressive“ Kommunikationsart des Norwegers nicht gefallen hatte.

Braathen spricht von Krieg

Kristoffersen sparte am Dienstagabend dennoch nicht mit Kritik. „Es ist völlig lächerlich. Ich bin im Weltcup noch nie in einem Riesentorlauf gefahren, bei dem es so glatt war. Es ist, als würde man mit Sommerreifen auf glattem Eis fahren. Ganz einfach. Das können sich die Leute selbst vorstellen“, betonte der 33-fache Weltcup-Sieger. Auf die Frage, welche Gefühle er nun habe, antwortete Kristoffersen. „Das kann ich im Fernsehen nicht laut sagen. Leider.“

Lucas Braathen klingt in Führung. © APA / ERWIN SCHERIAU

Lucas Braathen klingt in Führung. © APA / ERWIN SCHERIAU


Kristoffersen spielte mit dem Gedanken, im zweiten Durchgang nicht an den Start zu gehen. Er wisse nicht, ob er dazu Lust habe oder nur aus Protest fahren solle. Auch Atle Lie McGrath fand deutliche Worte. „Es ist ein Eislaufplatz und ziemlich beschissen. Ich hatte ständig etwas zu wenig Grip, die Skier glitten mir immer wieder davon.“ Selbst der Führende Lucas Braathen meinte: „Es ist unmöglich, sich auf einer solchen Unterlage gut zu fühlen. Von oben bis unten war es ein Krieg.“

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