
Ist das die neue Slalom-Hoffnung Italiens? © Instagram
Mit 16 Jahren: Vom Vesuv in den Ski-Weltcup
Mit gerade einmal 16 Jahren hat Giada D’Antonio am Sonntagabend am Semmering ihr erstes Weltcuprennen bestritten.
29. Dezember 2025
Von: tu
Am Fuße des Vesuvs aufgewachsen, stand die Neapolitanerin Giada D’Antonio nach starken Auftritten auf FIS-Ebene im Slalom am Semmering erstmals am Start der höchsten Rennserie. Die Voraussetzungen waren dabei alles andere als einfach: Eine hohe Startnummer, schwierige Pistenverhältnisse und die besondere Nervosität eines Weltcup-Debüts unter Flutlicht. Dennoch überwogen bei der jungen Azzurra am Ende die positiven Eindrücke. Ein direktes Aufeinandertreffen mit ihrem großen Idol Mikaela Shiffrin blieb der 16-Jährigen zwar verwehrt („ich habe sie nicht gesehen“), doch auch ohne diesen Moment war es ein Debüt, das sie glücklich machte.
Mit Startnummer 70 ging D’Antonio in den ersten Durchgang, eine Qualifikation für den zweiten Lauf wäre unter diesen Umständen bereits einem kleinen Wunder gleichgekommen. Auf der stark beanspruchten und zunehmend ruppigen Strecke zeigte die 2009 geborene Athletin über weite Strecken eine ordentliche Leistung, ehe sie im mittleren Teil des Laufs ausschied – ein Schicksal, das an diesem Abend auch viele andere Läuferinnen teilten. Kein Debüt unter Trompeten und Fanfaren, aber eines, aus dem die junge Azzurra wichtige Erfahrungen mitnahm. Im italienischen Team schafften es letztlich nur Martina Peterlini (15.) und Lara Della Mea (23.) ins Ziel.
Schwierige Debüt-Verhältnisse
Nach dem Rennen zeigte sich die 16-Jährige trotz des Ausscheidens ruhig und reflektiert. „Der Moment im Starthaus war von Anspannung und Nervosität geprägt, aber nicht von Angst“, erklärte D’Antonio. An ihrer Herangehensweise habe sie auch im Weltcup nichts geändert: „Ich werfe mich immer voll rein, das ändert sich auch hier nicht.“ Die Bedingungen seien allerdings schwierig gewesen. „Die Piste war wirklich sehr kaputt. Es war nicht einfach, ich hatte ein, zwei kleine Fehler, habe aber versucht, nicht aufzugeben.“Ihre Freude brachte D’Antonio bereits vor dem Rennen mit einem Instagram-Beitrag zum Ausdruck. Darin teilte sie ein Kinderfoto von sich selbst und schrieb: „Ich kann es immer noch nicht glauben … Ich lasse die Träume dieses kleinen Mädchens wahr werden. Das Vertrauen ist der Schlüssel.“
Unterm Strich überwogen definitiv die positiven Gefühle: „Es war ein Kampf, aber es bleibt mein Weltcup-Debüt – und das vergisst man nie. Ich bin glücklich“, betonte die 16-Jährige. Besonders die vielen Glückwünsche hätten ihr viel bedeutet. „Es ist schön zu spüren, dass so viele mitfiebern – angefangen bei meiner Familie. Jetzt will ich groß träumen und versuchen, meine Ziele zu erreichen.“
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