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Für Alex Vinatzer war der Saisonstart in Sölden auch ein kleiner Brustlöser. © TEY / Pierre TEYSSOT

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Für Alex Vinatzer war der Saisonstart in Sölden auch ein kleiner Brustlöser. © TEY / Pierre TEYSSOT

Mit einer Attacke ins Glück: Vinatzers kleine Erlösung

Alex Vinatzer ist beim Riesenslalom in Sölden ein starker Start in die Saison gelungen, mit welchem er gewissermaßen auch die bösen Geister des vergangenen Winters vertrieben hat.

Aus Sölden

Christoph Niederkofler

Von:
Christoph Niederkofler

Auftritte eines gewissen Wolkensteiners am Rettenbachferner lassen sich mittlerweile folgendermaßen zusammenfassen: Alex Vinatzer und Sölden – das passt. Nach den Plätzen acht (2025) und fünf (2024) in den Vorjahren erwischte der Slalomweltmeister von Saalbach erneut einen fantastischen Start in die Saison und landete im Riesenslalom auf dem siebten Rang.


Wie man es vom 27-Jährigen gewohnt ist, gelang ihm im zweiten Durchgang ein satter Sprung nach vorn, nachdem es in Lauf eins für Rang 14 gereicht hatte – der Vinatzer-Turbo. „Mein Gedanke war: Ich muss attackieren“, erklärte Vinatzer anschließend im Interview mit SportNews. Dieser Ansatz war ihm vor allem im flachen Schlussabschnitt gelungen, wo er die zweitschnellste Zwischenzeit in den Schnee zauberte.

„Ich hatte mir nicht erwartet, dass ich im Steilhang so langsam war. Heute war für mich nicht viel möglich dort. Vielleicht lag es aber auch am Schnee, der etwas weicher war als in vergangenen Jahren.“ Alex Vinatzer

Nur im so schwierigen Steilhang wollte es am Sonntag nicht nach dem Geschmack von Vinatzer verlaufen. „Ich hatte mir nicht erwartet, dass ich im Steilhang so langsam war. Heute war für mich nicht viel möglich dort. Vielleicht lag es aber auch am Schnee, der etwas weicher war als in vergangenen Jahren“, ordnete der Grödner ein.

Vinatzer: „Am Ende wie ein Sprung ins Nichts“

Insgesamt könnte sein Fazit aber kaum positiver ausfallen. Immerhin stellte sein Ergebnis auch eine kleine, persönliche Erlösung dar. „Am Ende der vergangenen Saison war es zach, damals bin ich schlecht gefahren“, erinnerte er an die schwierige Schlussphase des olympischen Winters. „Jetzt wieder in den Top 10 zu sein, das freut mich brutal.“

Alex Vinatzer fuhr in Sölden ein starkes Ergebnis ein. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Alex Vinatzer fuhr in Sölden ein starkes Ergebnis ein. © ANSA / ANNA SZILAGYI


Am Vortag hatte bei den Damen die US-Amerikanerin Paula Moltzan mit ihrem märchenhaften Triumph Geschichte geschrieben – und im Anschluss über emotionalen Stress sowie Zweifel vor dem Saisonauftakt gesprochen. Ein Gefühl, welches Vinatzer nachvollziehen kann. „Vor dem ersten Rennen ist man sich nie sicher, wo man steht. Man weiß, dass man gut fährt, aber oft fühlt man sich nicht bereit. Da steckt so viel Arbeit dahinter. Dann möchte man natürlich auch, dass es funktioniert“, erläuterte er.

Woran man in solchen Momenten nicht denken sollte? Das Resultat. „Am Ende ist es wie ein Sprung ins Nichts. Man muss sich einfach trauen, die Leistung zu bringen ohne zu viel zu wollen“, so Vinatzer, der am Sonntag auch erst wieder in den Rennmodus finden musste. „Im ersten Durchgang war ich zum Beispiel brutal nervös, im zweiten Durchgang lief es besser. So ist es einfach.“

Kastlunger: „Nicht zeigen können, was möglich wäre“

Für Tobias Kastlunger, den zweiten Südtiroler im Teilnehmerfeld, war derweil bereits nach dem ersten Durchgang Schluss. Der 27-jährige Enneberger ging mit der hohen Startnummer 48 ins Rennen, die Entscheidung am Rettenbachferner sollte er letztlich um 0,48 Sekunden verpassen.

Tobias Kastlunger schaffte es nicht in die Entscheidung. © TEY / Pierre TEYSSOT

Tobias Kastlunger schaffte es nicht in die Entscheidung. © TEY / Pierre TEYSSOT


„Es war nicht einfach zu interpretieren, wie die Piste sich entwickelt“, meinte Kastlunger an seine Fahrt anschließend. Zwar sei er mit einem guten Gefühl gestartet, seit der Besichtigung hatten sich die Verhältnisse aber verständlicherweise verändert – und das nicht nur wegen des Windes. „Mit den zusätzlichen Spuren wurde es etwas ruppiger. Zudem war die Strecke wegen der Verlegung des Starts auch noch ziemlich kurz. Die Abstände waren gering. Es war keine schlechte Fahrt, aber ich habe im Rennen noch nicht zeigen können, was eigentlich möglich wäre.“

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