
Mit schmerzverzerrtem Gesicht rutsche Lindsey Vonn ins Ziel. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
Nach Sturz-Schock: So geht es Lindsey Vonn
Lindsey Vonn hat einen Start bei Olympia nach ihrem Sturz am Freitag bei der abgebrochenen Weltcup-Abfahrt von Crans-Montana noch nicht abgeschrieben.
30. Januar 2026
Von: dpa/sn
Lindsey Vonn rutschte auf ihren Ski ganz langsam ins Ziel, immer wieder hielt sie sich schmerzverzerrt das linke Knie. Ausgerechnet bei der letzten Abfahrt vor Olympia war die Amerikanerin heftig gestürzt.
Sie habe sich eine Verletzung am linken Knie zugezogen, schrieb sie wenige Stunden später bei Instagram. „Das ist ein sehr schwieriger Ausgang eine Woche vor Olympia“, ergänzte sie, ohne Details zu ihrer Verletzung zu nennen. Dafür machte die 41 Jahre alte US-Amerikanerin eine klare Ansage: „Aber wenn es eine Sache gibt, von der ich weiß, wie es geht, dann Comebacks. Mein Olympia-Traum ist nicht vorbei.“ Ihre Botschaft auch an die Fans beendete Vonn mit den Worten: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“
Die US-Amerikanerin prallte in einen Fangzaun. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Vonn hatte bei der Abfahrt in Crans-Montana nach wenigen Fahrsekunden und einem weiten Sprung die Kontrolle verloren und war in einen Fangzaun gekracht. Dort blieb sie zunächst liegen, das linke Knie war heftig zur Seite verdreht. Betreuer halfen der besten Abfahrerin dieses Winters auf die Beine. Vonn schnallte die Ski an und fuhr vorsichtig selbst hinunter ins Tal. Sie stoppte dabei mehrmals und begutachtete ihr Knie.
Helikopter fliegt Vonn in Krankenhaus
Im Ziel winkte sie kurz den Fans – später aber flog ein Hubschrauber die Amerikanerin in eine Klinik. Der US-Verband teilte in den sozialen Medien knapp mit, dass Vonn untersucht werde. Ihr Trainer Aksel Lund Svindal sagte dem ORF: „Sie hat ein bisschen Schmerzen. Aber ich bleibe positiv. Ich hoffe, dass nichts gerissen ist. Der linke Fuß und das linke Knie schmerzen.“ Die Abfahrt war nach Vonns Sturz abgebrochen worden.Lindsey Vonn wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. © APA/afp / MAXIME SCHMID
Eigentlich wollte Vonn eine einmalige Comeback-Story schreiben. Sie war zur vorigen Saison in den Weltcup zurückgekehrt, eine Teilprothese aus Titan sitzt in ihrem rechten Knie. Die ehrgeizige Olympiasiegerin glaubte fest daran, 16 Jahre nach ihrem ersten Abfahrtsgold 2010 in Vancouver noch einmal um die wertvollste Medaille bei den Winterspielen mitfahren zu können.
Und diese Saison gab ihr recht: Von den bisherigen fünf Abfahrten im Weltcup gewann sie zwei und fuhr in den anderen drei immerhin auf das Podest. Der Sieg bei Olympia in Cortina, auf einer von Vonns Lieblingsstrecken, schien nur über sie zu gehen.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)