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Fällt lange aus: Alexis Pinturault © AFP / TIZIANA FABI

Niederschmetternde Diagnose: Saisonende für Pinturault

Der schwere Sturz beim Super-G in Wengen hat für Alexis Pinturault weitreichende Folgen. Wie Untersuchungen am Freitagnachmittag ergaben, muss der Franzose die Saison vorzeitig beenden.

Alexis Pinturault hatte vor der Saison einen klaren Plan aufgestellt: Er ließ den Slalom links liegen, um vermehrt in den Speed-Disziplinen an den Start gehen zu können. Dafür legte der 32-Jährige an Muskelmasse zu. Die ersten Früchte der Arbeit wurden an den letzten zwei Speed-Wochenenden ersichtlich. In Bormio belegte er im Super-G den 9. Rang, in Wengen fuhr er erstmals überhaupt in einer Abfahrt in die Top-10. Das neu lancierte Projekt wurde jetzt aber jäh gestoppt, denn Pinturault hat sich bei seinem Sturz am Freitag schwer verletzt.


Wie der französische Skiverband am Freitagabend mitteilte, hat sich Pinturault einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Das ergaben Untersuchungen in Interlaken. Der Franzose werde nun in seine Heimat zurückkehren, wo die Verletzung operativ behandelt wird. Das bedeutet, dass die Saison des Ski-Superstars vorzeitig zu Ende ist. Immerhin hat nun Pinturault viel Zeit, um sich seiner Tochter Olympe zu widmen. Seine Frau Romane hatte ihr erstes gemeinsames Kind vor einer Woche auf die Welt gebracht, weswegen Pinturault die Rennen in Adelboden sausen ließ.

Alexis Pinturault musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Pinturault hat in seiner Karriere einmal den Gesamtweltcup gewonnen, 34 Weltcupsiege gefeiert, krönte sich drei Mal zum Weltmeister und hat drei Olympia-Medaillen eingeheimst. Das einzige, was dem hochdekorierten Franzosen noch fehlt, ist Olympia-Gold.

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