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Die Startnummer als Omen: Zuletzt war Stefan Babinsky vier Mal Vierter. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

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Die Startnummer als Omen: Zuletzt war Stefan Babinsky vier Mal Vierter. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Österreichs „ewiger Vierter“ Babinsky: „Es geht um 1,2,3“

Für diesen speziellen Moment hat Stefan Babinsky Geduld benötigt. Sechs Jahre nach seinem Weltcup-Debüt schaffte es der Speed-Spezialist als Zweiter erstmals in seiner Ski-Karriere auf der großen Bühne aufs Podest.

„Die letzten Jahre waren ein Fight. Ich habe nie aufgegeben und war immer überzeugt davon, dass ich das Zeug dazu habe“, sagte Babinsky im Zielraum der Lauberhornrennen. „Es ist extrem schön. Vor allem in Wengen, ein schöner Ort, ein Klassiker.“


Viermal hatte er zuvor als Weltcup-Vierter aufs Podest hingeschnuppert. „Es geht um 1, 2, 3 im Rennsport, es geht um das Podium. Die vierten Plätze haben aber genauso gepasst. Sie haben mich um die Spur motiviert, dass es vielleicht kein vierter Platz mehr wird“, erklärte Babinsky, der sich im Super-G am Freitag nur dem italienischen Sieg-Debütanten Giovanni Franzoni um 0,35 Sek. geschlagen geben musste.

Babinsky sieht sich privilegiert

Von Teamkollegen wie Vincent Kriechmayr war er schon öfter für zu verhaltene Fahrten oder den einen, entscheidenden Fehler zu viel kritisiert worden. Nun durfte sich Babinsky selbst eine „brutale Fahrt“ bescheinigen. „Ich habe alles reingehauen, wollte meinen Plan durchziehen und das ist mir sehr gut gelungen“, sagte der in Bremen geborene Murtaler. Profi-Skifahrer sein zu dürfen, wertet er als „Privileg. Man muss mit beiden Füßen am Boden stehenbleiben. Ich hole jeden Tag das Maximum raus aus mir.“
Super-G-Podest in Wengen: Stefan Babinsky, Giovanni Franzoni und Franjo von Allmen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Super-G-Podest in Wengen: Stefan Babinsky, Giovanni Franzoni und Franjo von Allmen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Ob sein erstes Stockerl nun ein Dosenöffner für mehr sein könne, ließ der 29-Jährige offen. „Das werden wir sehen. Wichtig ist, gut Ski zu fahren und das Attackieren nicht zu verlieren. Wenn man fehlerlos runterfahren will, ist man zu 99 Prozent nicht vorne dabei.“ Diesen Mix will der frühere Vize-Juniorenweltmeister auch in der Abfahrt am Samstag zeigen. „Es steht jeder wieder am Start bei der Zeit null. Wir werden einen guten Plan machen, ich freue mich auf das Rennen.“

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