
Sofia Goggia musste das Trainingslager vorzeitig abbrechen. © Pentaphoto
Rätsel um Sofia Goggia: Jetzt spricht ihr Trainer
Sofia Goggia musste das Trainingslager in Südamerika vorzeitig abbrechen. Nun hat sich ihr Trainer zu Wort gemeldet.
15. September 2026
Von: det
Es war eine kurze Mitteilung des italienischen Wintersportverbandes, die am Wochenende hohe Wellen schlug. Sofia Goggia fühlte sich nicht gut und musste ihr Trainingslager in Argentinien abbrechen. Der Verband nutzte dafür den Terminus „malore“, der in Italien nicht selten auch bei plötzlichen und unerwarteten Todesfällen verwendet wird. Gerade deshalb war die Sorge groß, um nicht zu sagen riesig.
Nun gibt es aber zumindest ein klein wenig Entwarnung. Gianluca Rulfi, seit diesem Sommer Goggias persönlicher Trainer, hat sich gegenüber der Gazzetta dello Sport über die Star-Abfahrerin geäußert. „Sofia hatte ein Problem mit der Müdigkeit, aber es ist nichts Traumatisches. Sie fühlt sich einfach nicht gut und ist nicht in der Lage, zu trainieren. Es hatte also keinen Sinn, dort zu bleiben und zu riskieren, dass sie sich verletzen könnte. Deshalb hat sie es bevorzugt, nach Hause zu fahren.“
Gianluca Rulfi, Trainer von Goggia.
In Italien unterzieht sich Goggia derzeit einigen Untersuchungen. „Hier in Argentinien hätte das alles zu lange gedauert, deshalb machte es keinen Sinn. Sofia hat sich bis vor wenigen Tagen noch gut gefühlt und ist im Training schnell unterwegs gewesen. Sie trainierte Super-G, Riesentorlauf und sogar Slalom“, so Rulfi.
„Eine Athletin muss fit sein, sie kann nicht nur halbwegs leistungsfähig sein.“ Gianluca Rulfi über Sofia Goggia
Dann aber war plötzlich alles anders. „Sie hat neulich auch ein Glas Wein getrunken und ist danach auf ihr Zimmer gegangen. Aber manchmal klemmt einfach etwas, das kann passieren. Eine Athletin muss fit sein, sie kann nicht nur halbwegs leistungsfähig sein. Wir hatten zwei oder drei Tage Pause eingelegt, um zu sehen, ob sich Sofia erholen würde, doch diese Müdigkeit wollte nicht verschwinden. Wir haben entschieden, sie nach Hause zu schicken. Vielleicht hat sie sich auch mit dem Hantavirus angesteckt, wer weiß…“, so Rulfi.
Nun wird Goggia jedenfalls auf Herz und Nieren untersucht. Ihr Ziel: Sie will zum Saisonauftakt in Sölden Ende Oktober wieder fit sein.
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