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Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt hatten jüngst einen gemeinsamen Auftritt. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

L Ski Alpin

Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt hatten jüngst einen gemeinsamen Auftritt. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Shiffrin fragt Odermatt: „Was würdest du für Kitzbühel opfern?“

Die letzte verbliebene Lücke in der illustren Laufbahn von Marco Odermatt ist ein Abfahrtssieg auf der berüchtigten Streif in Kitzbühel. Mikaela Shiffrin hakte nun nach, was der Schweizer Großmeister eigentlich für einen solchen Triumph opfern würde.

Der furiose Sieg von Giovanni Franzoni in der Abfahrt von Kitzbühel sorgte für eines der schönsten Märchen in der zurückliegenden Weltcup-Saison – und gleichzeitig auf für bittere Tränen. Sieben Hundertstelsekunden hinter dem italienischen Sensationsmann landete nämlich Marco Odermatt auf dem zweiten Platz. Zum dritten Mal seit 2022 war nur ein Mann schneller auf der Streif gewesen als er, der seit geraumer Zeit den Sieg auf der berühmtesten Abfahrtspiste des Ski-Kosmos zu seinem letzten großen Ziel auserkoren hat. Sein Herz war gebrochen – und zwar für alle Welt sichtbar.


Seitdem stellt sich die Frage: Was würde der Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger für diese letzte Lücke in seiner Karriere geben? Mikaela Shiffrin hat diese Aufgabe bei einem gemeinsamen Auftritt mit Odermatt im Podcast Alpine Pulse übernommen: „Was würdest du für einen Abfahrtssieg in Kitzbühel opfern?“

Odermatt offen: „Man hat nie eine Garantie“

Als Beispiele für mögliche Opfer gab Shiffrin etwa weniger Zeit zu Hause oder mit Freunden an, um diesen Erfolg zu erzwingen. „Das ist eine großartige Frage“, antwortete Odermatt. „Ich lasse mich niemals so weit treiben, dass ich mich zwischen solchen Dingen entscheiden muss.“

Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt haben sich in einem Podcast ausgetauscht. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt haben sich in einem Podcast ausgetauscht. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


So erklärte der 28-Jährige auch, dass er nach den Olympischen Spielen darauf angesprochen wurde, warum er vor den Winterspielen noch zu den Weltcups in Schladming und Crans-Montana gereist sei – und sich nicht lieber auf Olympia konzentriert habe, um dort den maximalen Erfolg anzupeilen. „Man hat nie eine Garantie für irgendwas. Also würde ich niemals alles oder zu viel opfern, um eine größere Chance von nur einem Prozent zu haben. Das würde mir nicht helfen, genauso wenig wie wenn ich darauf verzichten würde zu Hause mit meinen Freunden feiern zu gehen“, so Odermatt.
„Wenn ich exakt wüsste, dass es mir zum Sieg verhilft, dann würde ich es wohl tun. Aber es gibt nichts, was ich noch wirklich verbessern könnte.“ Marco Odermatt

Allein seine bisherigen Erfolge in der Welt des Ski Alpin unterstreichen auch, dass es der Schweizer nicht nötig hat, für Kitzbühel mehr aufs Spiel zu setzen als andere Athleten. Einzig das Glück war ihm bislang einfach nicht hold. „Ich will nicht zu viel verändern“, merkte er an. „Wenn ich exakt wüsste, dass es mir zum Sieg verhilft, dann würde ich es wohl tun. Aber es gibt nichts, was ich noch wirklich verbessern könnte.“

Odermatt würde nichts für Kitzbühel eintauschen

So mag der Mythos Kitzbühel nach wie vor eine besondere Wirkung auf Odermatt und seinen weiteren Weg haben, aber: „Ich würde nicht mein normales Leben, das ich nebenher führen darf, oder den Spaß, den wir haben, dafür eintauschen. Siege sind nicht schön, wenn die Reise dorthin keinen Spaß macht.“

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