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Lara Gut-Behrami sorgte für einen wahren Schreckmoment. © ANSA / PETER SCHNEIDER

So geht es Lara Gut-Behrami nach ihrem Sturz

Lara Gut-Behrami war im Super G am Sonntag auf dem Weg zur Bestzeit, doch sie verlor im Steilhang die Kontrolle und stürzte schwer. Obwohl sie das Gelände zunächst aus eigener Kraft verlassen konnte, stand eine Verletzung im Knie im Raum. Nun herrscht aber Gewissheit über den Zustand der Schweizerin.

Eigentlich sollte der zweite Super G von St. Moritz ganz im Zeichen des Doppelsieges der Azzurre stehen, letztlich überschattete aber der Sturz von Lokalmatadorin Lara Gut-Behrami das Renngeschehen. Die Tessinerin nahm das Doppeltor an der Ausfahrt aus dem Steilhang zu direkt und verlor in der Kompression die Kontrolle. Anschließend driftete sie mit rund 100 km/h auf die Fangnetze zu und wurde über die Absperrung geschleudert. Das Rennen wurde unterbrochen.


Nachdem es am Sonntag noch keine genaueren Informationen seitens des Swiss Ski-Teams über ihren Zustand gab, äußerte sich die Allrounderin am Montag selbst dazu – und gab gleichzeitig auch eine kleine Entwarnung.

Glück im Unglück – Start in Val d'Isère möglich
„Es geht mir den Umständen entsprechend gut, ich hatte im Großen und Ganzen Glück“, stellte Gut-Behrami am Tag nach ihrem Sturz fest. Sie habe zwar einige Prellungen am Oberkörper, aber sie sei zuversichtlich hinsichtlich der anstehenden Rennen. Am 18. Dezember steht nämlich bereits die Abfahrt in Val d'Isère an, wo die Schweizerin den Anschluss an Speed-Queen Sofia Goggia nicht verlieren möchte.

Dass der Unfall am Ende eher glimpflich ausgegangen ist, habe sie unter anderem auch ihrer schnellen Reaktion zu verdanken. „Sie hat vor dem Aufprall noch einen Bremsschwung eingelegt, sich abgedreht und die Arme nahe an den Körper gedrückt. Damit hat Lara wohl mehrere Körperstellen geschützt“, erklärte Alpin-Direktor Walter Reusser gegenüber Blick.

Kurz vor dem Sturz konnte Gut-Behrami noch einen Bremsschwung einlegen. © FIS/ORF

Gut-Behrami möchte eigenen Angaben zufolge schon am Mittwoch nach Frankreich reisen, um am folgenden Tag das Abfahrtstraining mitnehmen zu können. An ihrem Selbstvertrauen scheint ihr erster Sturz nach 67 Rennen jedenfalls nicht genagt zu haben. „Im Super-G bewegt man sich immer am Limit. Am Sonntag war der Wind sicher noch ein Extra-Faktor. Es waren schwierige Verhältnisse, aber solche mag ich. Es ist Super-G, das gehört dazu“, unterstreicht sie ihre Willensstärke.

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