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Lindsey Vonn hat sich gegen einen Kritiker gewehrt. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI

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Lindsey Vonn hat sich gegen einen Kritiker gewehrt. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI

Vonn kontert Zweifel an Verletzung: „Nur weil es unmöglich scheint“

Spätestens seit ihrem beim Weltcup in Crans-Montana zugezogenen Kreuzbandriss steht Lindsey Vonn vollends im Rampenlicht. Nun musste sich die US-Amerikanerin mit einem Zweifel an ihrer Verletzung auseinandersetzen.

Die Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo am vergangenen Dienstag hatte es in sich. „Mein Knie fühlte sich dabei stabil und stark an. Es ist nicht geschwollen. Ich bin zuversichtlich, dass ich am Sonntag mit der Unterstützung einer Knie-Bandage fahren kann“, erläuterte Lindsey Vonn vor einer Vielzahl an internationalen Medien. Trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie, den sie bei einem Sturz in der Weltcup-Abfahrt von Crans-Montana erlitt, werde sie am Sonntag in der Abfahrt bei den Olympischen Spielen an den Start gehen (ab 11.30 Uhr im SportNews-Liveticker). Das Ziel? Natürlich Gold.


Für Außenstehende grenzt es an ein physisches Wunder, dass Vonn das Abfahrtstraining auf der Olimpia delle Tofane bestreiten konnte. Ein Wunder, das auch Zweifler auf den Plan rief. „Es gibt einen sehr wichtigen Aspekt, den wir nicht kennen: In welchem Zustand war ihr Kreuzband vor dem Unfall?“, warf Sportmediziner Brian Sutterer in den Sozialen Medien in den Raum.

Vonn schießt in Richtung Zweifler

Demzufolge wären die Fortschritte der 41-Jährigen weniger überraschend, wenn das Kreuzband (ACL) bereits zuvor beschädigt war. „Wenn man Geschichten hört wie: 'XY hat jahrelang mit einem gerissenen ACL gespielt', dann handelt es sich um chronische Fälle – das heißt, der Körper hatte Zeit, sich anzupassen und die Muskulatur neu zu trainieren, um das Knie zu stabilisieren“, führte er aus. „Außerdem sind bei jemandem, der bereits früher einen Riss oder eine Operation hatte, Schwellung und Schmerzen bei einer erneuten Verletzung oft geringer.“
„Dass ich nicht lache – danke, Doc. Mein Kreuzband hat bis letzten Freitag vollständig funktioniert.“ Lindsey Vonn

Sein Fazit daher: Bei Vonn handelt es sich nicht um einen frischen Kreuzbandriss. Eine Mutmaßung, welche die Olympiasiegerin von 2010 nicht unkommentiert ließ. „Dass ich nicht lache – danke, Doc“, antwortete Vonn auf den Post. „Mein Kreuzband hat bis letzten Freitag vollständig funktioniert. Nur weil es für dich unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es unmöglich ist. Und ja, es ist zu 100 Prozent gerissen. Nicht zu 80 oder 50 Prozent. Es ist zu 100 Prozent weg.“

Lindsey Vonn greift trotz Kreuzbandriss bei Olympia an. © APA / HANS KLAUS TECHT

Lindsey Vonn greift trotz Kreuzbandriss bei Olympia an. © APA / HANS KLAUS TECHT


Von Kritikern ließ sich Vonn noch nie in ihrer Karriere aufhalten, vielmehr wurde sie davon noch mehr angespornt. Dies unterstreicht auch ihr eindrucksvolles Comeback samt zweier Weltcupsiege in der laufenden Saison. Mit einer Medaille in Cortina d'Ampezzo würde sie sich einen letzten Traum erfüllen.

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