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Lindsey Vonn nach dem zweiten Trainingslauf. © APA/afp / TIZIANA FABI

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Lindsey Vonn nach dem zweiten Trainingslauf. © APA/afp / TIZIANA FABI

Vonn trotzt Kritikern – Nadia Delago muss warten

Vor dem Abfahrtsrennen der Damen bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina stand in Cortina noch ein entscheidender Trainingstag auf dem Programm. Neben der internen Qualifikation der Azzurre rückte dabei einmal mehr auch Lindsey Vonn in den Fokus.

Nachdem am Samstag bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina die ersten Medaillen in der Herren-Abfahrt vergeben worden waren – ganz zur Freude der Südtiroler –, richten sich die Blicke nun auf die Damen. Am Sonntag ab 11.30 Uhr beginnt für sie die Jagd auf Edelmetall. Zuvor stand am Samstag allerdings noch das zweite Training auf dem Programm – und aus Sicht der Azzurre die Qualifikation für den letzten Startplatz in der Olympia-Abfahrt.


Sofia Goggia, Nicol Delago und Laura Pirovano hatten ihr Ticket bereits gelöst und zeigten auch im zweiten Training solide Leistungen. Goggia belegte Rang sechs und hatte 0,86 Sekunden Rückstand auf Trainingsschnellste Breezy Johnson. Pirovano klassierte sich auf Platz neun (+1,00), während Delago Rang 16 belegte (+1,76). Der vierte Startplatz wurde zwischen Federica Brignone, Elena Curtoni und Nadia Delago ausgefahren.

Brignone im Nebel von Cortina. © ANSA / ANDREA SOLERO

Brignone im Nebel von Cortina. © ANSA / ANDREA SOLERO


Die Dominatorin der vergangenen Saison, Federica Brignone, zeigte dabei mit Rang sieben und einem Rückstand von 0,93 Sekunden eine ordentliche Leistung. Curtoni kam auf Rang 15 (+1,73), während Nadia Delagos Versuch vom aufziehenden Nebel vereitelt wurde – das Training wurde nach 21 Läuferinnen verkürzt und ohne Zeitmessung ausgetragen.

Was bedeutet das? Brignone muss nun entscheiden, ob sie in der Abfahrt starten will, wie sie nach dem Training erklärte. Andernfalls würde die Trainer-Entscheidung zwischen Curtoni und Delago fallen. Brignone will ihrem Team im Laufe des Nachmittags Bescheid geben.

Vonn strahlt in Cortina

Das andere große Thema auf dem Hang von Cortina war – wie so oft in diesen Tagen – Lindsey Vonn. Erstaunen und Zweifel hatten sich bei Fans und Experten breitgemacht, da der US-Shootingstar trotz eines gerissenen Kreuzbandes am Sonntag die Abfahrt bestreiten will. Entsprechend drehten sich viele Fragen der Reporter nach dem ersten Training am Freitag um genau diesen Umstand. Die 41-Jährige zeigte sich jedoch selbstbewusst:„Mein Knie fühlte sich dabei stabil und stark an. Es ist nicht geschwollen. Ich bin zuversichtlich, dass ich am Sonntag mit der Unterstützung einer Kniebandage fahren kann.“

Das Knie scheint zu halten. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT

Das Knie scheint zu halten. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT


Spätestens nach dem zweiten Training auf der Olimpia delle Tofane bewies Vonn ihren Kritikern – und wohl auch sich selbst –, dass sie ganz vorne mithalten kann. Die US-Amerikanerin setzte im perfekt präparierten Olympia-Schnee die drittschnellste Zeit. Nur 0,37 Sekunden fehlten ihr auf Landsfrau Breezy Johnson, die mit 1:37,91 die Bestzeit aufstellte. Zwischen den beiden Athletinnen aus Übersee platzierte sich die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann (+0,21), die bereits am Freitag unter den drei Schnellsten zu finden gewesen war.

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