
Petra Vlhova arbeitet sich langsam in den Weltcup zurück. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Was ist mit Vlhova los? „Leider ein langer Weg“
Seit ziemlich genau zwei Jahren ist Petra Vlhova im Ski Alpin verletzungsbedingt von der Bildfläche verschwunden. Nun sprach die Slalom-Olympiasiegerin über ihren harten Weg zurück.
29. Dezember 2025
Von: nie
Der 20. Jänner 2024 – er war ein Schicksalstag für Petra Vlhova. Bei ihrem Heimrennen in Jasna zog sich die Slowakin einen Innen- und Kreuzbandriss zu. Ein schwerer Rückschlag für die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2021/22, die sich aufgrund anhaltender Knieprobleme nur ein Jahr später einer weiteren Operation unterziehen musste. Vlhova verschwand aus dem Rampenlicht, nur häppchenweise gelangten Informationen zu ihrem Fortschritt an die Öffentlichkeit. Wenn sie sich öffnete, gab sie aber stets tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und erzählte etwa von der Trennung von ihrem langjährigen Freund Michal oder dem steten Kampf mit sich selbst.
Im Oktober erreichte sie schließlich einen „unglaublichen Meilenstein“, als sie am Stilfser Joch auf den Schnee zurückkehrte. Anschließend wurde es wieder still um die 30-Jährige – bis jetzt. In einem Interview mit dem slowakischen Nachrichtenportal Zenskyweb meldete sich Vlhova wieder zu Wort. „Mir geht es derzeit sehr gut. Ich arbeite jeden Tag hart daran, dass mein Körper gesund ist und bereit für Leistungen im Spitzensport“, erklärte sie.
Olympia? Vlhova hält sich bedeckt
Auf einen vagen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg im Weltcup wartet man bei ihren Ausführungen jedoch vergeblich. „Vom Training bis zum Wettkampf auf höchstem Niveau ist es leider ein langer Weg“, schilderte sie. „Jeden Tag versuchen wir mit meinem Team, das Maximum herauszuholen. Wir gehen Schritt für Schritt, steigern die Belastung und ich bin dankbar für die Fortschritte, die wir erzielen.“Petra Vlhova geht einen Schritt nach dem anderen. © ANSA / KIMMO BRANDT
Angesprochen auf eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar), räumte sie ein: „Natürlich wäre es die Erfüllung unserer Träume, bei den Olympischen Spielen zu starten und mein Land zu vertreten …“
„Alles Schlechte ist zu etwas gut. Hätte ich mich nicht verletzt, wäre ich heute nicht die, die ich bin.“ Petra Vlhova
Ihre Leidenszeit sieht Vlhova aber keineswegs nur negativ, vielmehr will sie daraus gelernt haben. „Ich erlebe am eigenen Leib das Sprichwort: Alles Schlechte ist zu etwas gut. Hätte ich mich nicht verletzt, wäre ich heute nicht die, die ich bin“, unterstrich sie. „Ich hatte mehr Zeit für mich selbst und für Aktivitäten, für die im normalen Sportalltag kein Platz gewesen wäre. Ich habe viel über mich gelernt und glaube, dass ich das auch in meinem Leben nutzen werde.“
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