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Alex Vinatzer ärgerte sich lautstark über seinen groben Fehler. © APA / ERWIN SCHERIAU

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Alex Vinatzer ärgerte sich lautstark über seinen groben Fehler. © APA / ERWIN SCHERIAU

Wilde Rutschpartie in Schladming: Vinatzer stürzt ab

Es war der letzte Riesentorlauf vor Olympia – und zugleich ein eisiger Tanz! Beim Nightrace in Schladming lieferten die weltbesten Skifahrer am Dienstag auf spiegelglatter Piste ein packendes Rennen, das vielen Top-Stars zum Verhängnis wurde.

Bereits nach dem ersten Lauf hatte Henrik Kristoffersen am Ende seines verpatzten Laufs getobt: „Es ist, als würde man mit Sommerreifen auf glattem Eis fahren.“ Dabei waren die Bedingungen auf der Planai nicht unfair, sehr wohl aber grenzwertig und extrem anspruchsvoll. Am besten kam der Schweizer Loic Meillard mit der vereisten Schneeunterlage zurecht. Er schnappte sich den Sieg.


Zahlreiche Top-Athleten, darunter auch Marco Odermatt und Alex Vinatzer, offenbarten im zweiten Durchgang dagegen große Probleme. Der Schweizer Alleskönner kam trotz eines groben Fehlers als Vierter noch in Podiumsnähe, Vinatzer dagegen wurde durchgereicht.

Selbst Marco Odermatt tat sich auf der eisigen Piste enorm schwer. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Selbst Marco Odermatt tat sich auf der eisigen Piste enorm schwer. © ANSA / ANNA SZILAGYI


Der 26-jährige Grödner war als Fünftplatzierter in die Entscheidung gegangen, erwischte eine Welle aber nicht richtig und rauschte mit dem Kopf voraus ins darauffolgende Tor. Mit Geschick hielt sich Vinatzer irgendwie im Kurs, seine Zeit konnte er aber vergessen. Am Ende wurde es der 23. Platz. Der zweite Südtiroler, Tobias Kastlunger, konnte sich als 40. nicht für die Entscheidung qualifizieren.

Meillard bleibt cool, ein Franzose überrascht

Besser als Vinatzer und Kastlunger machte es Giovanni Borsotti, der seinen neunten Platz aus dem ersten Lauf hielt und so als bester Azzurro abschnitt. Im Kampf um die Top-3-Plätze konnte aber auch er nicht eingreifen. Diesen bestimmte lange Zeit der französische Überraschungsmann Alban Elezi Cannaferina, der sich am Ende nur Lucas Pinheiro Braathen und Meillard geschlagen geben musste.

Lucas Pinheiro Braathen, Loic Meillard und Alban Elezi Cannaferina teilten sich das Podest. © APA/ERWIN SCHERIAU / ERWIN SCHERIAU

Lucas Pinheiro Braathen, Loic Meillard und Alban Elezi Cannaferina teilten sich das Podest. © APA/ERWIN SCHERIAU / ERWIN SCHERIAU


Der Schweizer kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht und verdrängte den Halbzeitführenden Braathen auf den zweiten Rang, zugleich verhinderte er dessen ersten Riesentorlauf-Triumph für Brasilien. Für Meillard war es der zweite Saisonerfolg in dieser Disziplin und insgesamt der neunte Weltcuperfolg in seiner Karriere. Den Applaus der knapp 20.000 Fans im Zielraum hatte er sich verdient!

Bereits am Mittwoch geht es in Schladming mit dem nächsten Nachtspektakel weiter. Dann werden Vinatzer und Co. im Slalom angreifen. SportNews tickert ab 17.45 bzw. 20.45 Uhr live.


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