
Cornelia Hütter und Co. sorgten für unschöne Rekorde. © APA/afp / LIONEL BONAVENTURE
Zwei Negativrekorde für Österreichs Ski-Asse
Einen Podestplatz durfte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am zurückliegenden Weltcup-Wochenende zwar bejubeln, zwei Serien haben mittlerweile aber besorgniserregende Ausmaße angenommen.
02. März 2026
Von: nie
Elf Hundertstelsekunden haben Nina Ortlieb am vergangenen Freitag in der Abfahrt von Soldeu auf Siegerin Corinne Suter gefehlt, die Freude über den zweiten Platz – ihren ersten Podestplatz seit knapp drei Jahren – war beim österreichischen Ski-Ass dennoch riesengroß. Es sollte der einzige Höhepunkt für den ÖSV an diesem Wochenende bleiben. Dafür fanden zwei Serien eine Fortsetzung, auf welche die einst erfolgsverwöhnte Ski-Nation durchaus verzichten könnte.
Nur einen Tag später brachen Österreichs Abfahrer nämlich ihren eigenen Negativrekord: Beim von Marco Odermatt angeführten Dreifachsieg der Schweizer in Garmisch-Partenkirchen blieben Vincent Kriechmayr und Co. zum 23. Mal in Folge ohne einen Sieg in der Königsdisziplin. Damit ist die Durststrecke nun offiziell länger als jene in den Jahren 1986 bis 1988 – und eine Besserung ist nicht unbedingt in Sicht. Allein in dieser Saison verzeichnete Österreich in der Herren-Abfahrt nur einen einzigen Podestplatz. Die nächste Chance auf Erlösung bietet sich am 14. März in Courchevel.
ÖSV-Damen kämpfen mit Flaute im Super-G
Mit einer ähnlichen Flaute zu kämpfen haben auch die österreichischen Damen – und zwar im Super-G. Dort sorgten Hütter (10.) am Samstag sowie Ortlieb (9.) einen Tag später jeweils für das beste ÖSV-Ergebnis. „Mich hat fast der Schlag getroffen, als ich da jetzt abgeschwungen habe“, meinte Hütter, die am Sonntag mit 2,28 Sekunden auf dem enttäuschenden 17. Rang gelandet war, im ORF-Interview. „Heute habe ich attackieren probiert, war eigentlich auf der Linie. Vielleicht bin ich ein bisschen in Schönheit gestorben. Ich weiß es nicht.“Cornelia Hütter und Co. stecken in einer Super-G-Krise. © APA/afp / LIONEL BONAVENTURE
Mittlerweile warten die ratlosen ÖSV-Damen im Super-G seit zwölf Rennen auf eine Podestplatzierung. Eine solche Serie gab es in der Weltcup-Geschichte noch nie. „Der Super-G war heuer zäh. Bei einigen fehlt die Überzeugung. Ich glaube, dass wir das durch ein gutes Training wieder zurückkriegen“, meinte Frauen-Cheftrainer Roland Assinger. „Aber wir werden uns wieder aufrichten und in San Pellegrino wieder angreifen.“ Am kommenden Wochenende im Val di Fassa könnten Hütter und Co. bereits wieder zurückschlagen.
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