
Roland Fischnaller hat in Scuol seine ganze Klasse unter Beweis gestellt. © ANSA / GIAN EHRENZELLER
Unnachahmlich! Fischnaller triumphiert in der Schweiz
Roland Fischnaller hat seiner Konkurrenz am Samstagnachmittag beim Weltcup in Scuol die Grenzen aufgezeigt und in einem azurblauen Finale seinen zweiten Saisonsieg gefeiert.
10. Januar 2026
Von: nie
Selbst mit 45 Jahren zählt Roland Fischnaller im Parallel-Riesentorlauf zur absoluten Weltspitze – das hat der Weltmeister aus Südtirol am Samstag wieder einmal unter Beweis gestellt. In Scuol in Graubünden rauschte der ins Finale und traf dort auf seinen Teamkollegen Mirko Felicetti. Letzterer erwischte auf dem blauen Kurs den besseren Start und lag bei den beiden ersten Zwischenzeiten in Front. Im unteren Abschnitten bestach Fischnaller aber mit einer feinen und direkten Linie und schob sich tatsächlich noch an Felicetti vorbei. Mit einem Vorsprung von 0,16 Sekunden tütete er seinen zweiten Saisonsieg nach Carezza und den 24. Erfolg seiner Karriere ein.
„Für mich war Scuol schon immer schwierig“, erklärte der Triumphator anschließend im offiziellen Siegerinterview. „Jetzt bin ich überglücklich. Das war eines der härtesten Rennen meiner Karriere, ich musste immer den roten Kurs nehmen. Sehr, sehr hart. Zu 99,9 Prozent bin ich zum letzten Mal in Scuol und ich habe hier noch nie ein gutes Ergebnis eingefahren. Also kann ich nur glücklich sei.“
Olympia rückt für Fischnaller näher
Kurios: Trotz seines Sieges in Carezza kurz vor Weihnachten hat Fischnaller sein Ticket für die Olympischen Spiele (6. bis 22. Februar) noch nicht sicher – im Gegensatz zu Aaron March und Maurizio Bormolini. Mit seinem Ausrufezeichen in Scuol dürfte sich der Routinier, der saisonübergreifend drei der letzten fünf Parallel-Riesentorläufe gewonnen hat, jedoch auf die Pole Position im Kampf um die beiden verbliebenen Startplätze katapultiert haben.Roland Fischnaller beim Weltcup in Scuol. © ANSA / GIAN EHRENZELLER
Der Grödner Daniele Bagozza kam am Samstag bis ins Viertelfiale, für die weiteren Azzurri rund um March, Bormolini, Gabriel Messner, Tommy Rabanser, Edwin Coratti und Fabian Lantschner war bereits in der Qualifikation Endstation. Bei den Damen scheiterte die Südtirolerin Jasmin Coratti im Achtelfinale, der Sieg ging an die Deutsche Ramona Theresia Hofmeister vor der Italienerin Elisa Caffont.
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