
Der scheidende FISI-Präsident Flavio Roda bezog Stellung.
Flavio Roda: „Ich habe gewonnen, um zu verlieren“
Die Ära von Flavio Roda als Chef des Wintersportverbands Italiens (FISI) ist abgelaufen. Der amtierende Präsident erreichte am Samstag in Verona nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit und darf jetzt nicht mehr kandidieren. Nun hat Roda ausführlich dazu Stellung bezogen.
11. Oktober 2026
Von: dl
„Ich habe gewonnen, um zu verlieren“, so lautete Rodas Kommentar am Tag nach der FISI-Mitgliederversammlung, die am Samstag in Verona stattgefunden hat. „Ich habe dennoch die Mehrheit der Stimmen erhalten, wodurch ich auf einen Stimmenanteil von 57 Prozent gekommen bin. Bei einer normalen Wahl reicht ein solcher Prozentsatz für einen klaren Sieg“, erklärte Roda.
Der scheidende Präsident des italienischen Wintersportverbandes führte seine Erläuterungen fort: „Die Mehrheit der bei der Versammlung anwesenden Mitglieder hat meine 14-jährige Arbeit gewürdigt. In dieser Zeit ist es gelungen, den Verband wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört – sowohl hinsichtlich der sportlichen Ergebnisse als auch seines Images und seiner Finanzen. Als ich 2012 begonnen habe, war das noch nicht der Fall.“
„Die Mehrheit der bei der Versammlung anwesenden Mitglieder haben meine 14-jährige Arbeit gewürdigt.“ FISI-Präsident Flavio Roda
Roda ist von seiner Arbeit also überzeugt – im Gegensatz zu den Regularien bei der Wahl des FISI-Präsidenten. Dennoch räumte er auch ein: „Unabhängig davon gibt es Regeln, die man zur Kenntnis nehmen und deren Konsequenzen man akzeptieren muss. Ich hoffe, dass all diese Anstrengungen und das Engagement der gesamten Bewegung nicht verloren gehen und dass der Verband seinen Wachstumskurs fortsetzen und weiterhin herausragende Ergebnisse erzielen kann.“
Wie geht es jetzt weiter?
Das Ende der 14-jährigen Ära von Flavio Roda an der Spitze der FISI eröffnet nun verschiedene Szenarien für die unmittelbare Zukunft des Verbands. Dieser hat für die Saison 2026/27 und die darauffolgende vierjährige Amtsperiode derzeit keinen gewählten Präsidenten. Genauer gesagt würde die Führung bis zur nächsten Einberufung der Wahlversammlung weiterhin in den Händen des Funktionärs aus Bologna liegen, sofern er nicht zurücktreten würde.Antonio Noris, Vorsitzender des Sci Club Zanetti Goggi, erreichte knapp 36 Prozent der Stimmen und ist bereit, sich der nächsten Herausforderung zu stellen. Allerdings forderte er, dass die Frist von 90 Tagen eingehalten wird. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Neuwahlen möglicherweise bis zum kommenden Frühjahr verschieben könnten. Laut den geltenden Bestimmungen müssen sie eigentlich innerhalb von 90 Tagen angesetzt werden.
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