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Hansi Flick war nach dem Aus gegen Atletico Madrid angefressen. © ANSA / Kiko Huesca

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Hansi Flick war nach dem Aus gegen Atletico Madrid angefressen. © ANSA / Kiko Huesca

„Gestohlenes Spiel“: Barça im Jammermodus

Hansi Flick setzte auf Deeskalation und hielt sich zurück. „Es ist vielleicht gut für euch, wenn ich darüber rede. Aber ich will es nicht“, sagte der Trainer des FC Barcelona nach dem Aus in der Champions League.

Flicks Schweigsamkeit bezog sich auf eine Frage nach der Leistung des Schiedsrichters. Schließlich hatte Clément Turpin beim fürs Weiterkommen ungenügenden 2:1 bei Atlético Madrid ein Tor zurückgenommen und eine Rote Karte verteilt – jeweils zum Nachteil von Barça, jeweils nach Videobeweis. „Ich kann es nicht ändern. Ich muss es akzeptieren“, sagte Flick. Weise Worte des 61-Jährigen, schließlich hatte der Franzose Turpin jeweils richtig entschieden.


Flicks Stürmer Raphinha konnte dagegen nicht an sich halten. Der Brasilianer fehlte wegen einer Oberschenkelverletzung sowohl beim 0:2 im Hinspiel als auch im zweiten Duell. Dafür lieferte der 29-Jährige nach der Partie einen bemerkenswerten Auftritt. „Es war ein gestohlenes Spiel, die Schiedsrichterleistung war sehr schlecht“, sagte Raphinha. Sozusagen als Bonus provozierte der Angreifer auch noch die Atlético-Fans im Stadion.

Im Zentrum der Kritik: Clèment Turpin. © ANSA / SERGIO PEREZ

Im Zentrum der Kritik: Clèment Turpin. © ANSA / SERGIO PEREZ

Was Raphinha erzürnte, war die ruppige Gangart des Gegners. „Atlético beging – ich weiß nicht wie viele – Fouls und er zeigte ihnen keine Gelben Karten“, meinte der Nationalspieler. Die Foul-Bilanz wies ein überlegenes 15:8 für Atlético auf. Nun war es allerdings nicht so, dass aufseiten Barças eine wahre Gelb-Flut eingesetzt hätte. Einmal zeigte Turpin eine Verwarnung – wohlgemerkt nachdem Gavi seinem Gegenspieler Matteo Ruggeri per Ellbogenschlag eine klaffende Platzwunde zugefügt hatte.

Raphina droht Sperre

Und nun? Bleiben Barcelona zwei Dinge. Zum einen der Druck, unbedingt Meister werden zu müssen. Zum anderen das drohende sportjuristische Nachspiel gegen Raphinha. Denn der Angreifer verstieß mit seinen Äußerungen gegen Artikel elf der Disziplinarregeln der UEFA.

Der frühere Barcelona-Star Neymar kennt sich damit bestens aus. Der Landsmann von Raphinha war 2019 für drei Spiele gesperrt worden, nachdem er die Schiedsrichter-Leistung nach dem Spiel seines damaligen Arbeitgebers Paris Saint-Germain gegen Manchester United bei Instagram harsch kritisiert hatte. Später verkürzte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Sperre auf zwei Spiele. Den Beginn der kommenden Champions League könnte Raphinha also ebenfalls verpassen.

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