
Diese Frau hat in Italien ein neues Kapitel im männerdominierten Fußball aufgeschlagen. © ANSA / Mourad Balti Touati / Z13
Was macht eine Fecht-Olympiasiegerin bei der Squadra Azzurra?
Goldmedaillen bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona 1992 und Sydney 2000 – und jetzt offizielles Mitglied der italienischen Fußball-Nationalmannschaft der Männer? Ja, richtig gelesen. Fecht-Star Diana Bianchedi soll der Squadra Azzurra helfen, künftig wieder auf die Beine zu kommen.
09. August 2026
Von: cst
Eines kann man Italiens neuem Fußballpräsidenten Giovanni Malagò nicht vorwerfen: Ideenlosigkeit. Der FIGC-Chef wollte Pep Guardiola als neuen Nationaltrainer, jetzt hat er mit Diana Bianchedi für eine weitere Überraschung gesorgt. Die ehemalige Fechterin ist Italiens neue Teammanagerin und tritt damit die Nachfolge von Gianluigi Buffon an. Wie kam es zu dem historischen Deal?
Bianchedi ist die erste Frau, die bei der Squadra Azzurra als Teammanagerin fungiert. Wie Malagò im Interview mit der Gazzetta dello Sport bekanntgab, wolle er den „Fußball wieder ins Zentrum eines Dialogs mit dem Sport in seiner ganzen Breite“ stellen. Und die doppelte Team-Olympiasiegerin soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Bianchedi und Malagò kennen sich bestens. Die Ex-Fechterin war zuletzt Vizepräsidentin beim CONI und ist ausgebildete Ärztin. Zudem hat sie einen Masterabschluss in Sportmanagement.
Malagò über Pirlo: „Habe nicht geschlafen“
Der FIGC-Boss bestätigte zudem, dass Andrea Pirlo schon ziemlich fix als neuer Trainer Italiens feststand. „Es war alles ausverhandelt, der Deal war eigentlich durch. Dann ist die Sache mit dem russischen Wettanbieter bekannt geworden…“, so Malagò. Schließlich habe er die schwere Entscheidung getroffen, Pirlo nicht als neuen „commissario tecnico“ zu bestellen. „Ich habe nicht schlafen können. Trotzdem glaube ich, dass es am Ende die einzig richtige Entscheidung war“, so der ehemalige CONI-Präsident.Profil bearbeiten
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