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Stand zuletzt immer wieder im Mittelpunkt: Jason Bacashihua (Mitte). © Oskar Brunner

Broncos-Sportchef: „Wollen nichts dramatisieren“

Nach dem grandiosen Traumstart, der selbst die Klub-Verantwortlichen überrascht hat, ist bei den Wipptal Broncos mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Für den Verein aber kein Grund zur Sorge.

Nach 9 Spieltagen dürften manche Eishockey-Experten beim Blick auf die Alps-Hockey-League-Tabelle gestaunt haben: Das Klassement wurde zu jener Zeit nämlich von den Wipptal Broncos angeführt – eine Riesenüberraschung, mit der selbst die Klub-Verantwortlichen nicht gerechnet haben. Mittlerweile haben die Sterzinger 18 Partien absolviert, vom anfänglichen Glanz ist aber nicht mehr viel übriggeblieben. In den letzten 9 Spielen gab es gleich 8 Niederlagen, weshalb die Broncos von Platz 1 auf Rang 12 durchgereicht wurden.

Egon Gschnitzer, Sportchef der Broncos.


„Zuerst war es ein Traumstart, jetzt ist es alles andere als ein Traum“, muss der sportliche Leiter der Broncos, Egon Gschnitzer, schmunzeln. „Wir hätten zu Saisonbeginn nie gedacht, dass wir vorne mitspielen. Vor allem, weil wir heuer 6, 7 junge Akteure eingebaut haben. Doch dann ist uns alles aufgegangen, die Importspieler sind wie Bomben abgegangen und deshalb haben wir eine Siegesserie gestartet. Man muss aber auch sagen, dass wir damals vorwiegend gegen schwächere Gegner gespielt haben.“ Jetzt, so Gschnitzer, seien die Gegner stärker und besser auf die Broncos eingestellt.
Goalie im Formtief
Zudem haben die Wipptaler mit einem Problem zu kämpfen: Die Defensive. In den letzten 9 Spielen gab es sage und schreibe 44 Gegentreffer – das sind knapp 5 Buden pro Spiel. Goalie Jason Bacashihua, der NHL-Erfahrung in die Fuggerstadt gebracht hat, durchlebt eine Formkrise. „Er ist zurzeit nicht so in Form wie zu Beginn der Meisterschaft. Damals lag seine Fangquote immer über 90 Prozent, jetzt teilweise sogar unter 80 Prozent“, so Gschnitzer, der aber sofort klarstellt: „Es hängt nicht von ihm alleine ab. Die ganze Defensive ist zurzeit unsicher, es fehlt an Erfahrung und Selbstvertrauen.“

In Panik gerät man ob der aktuellen Krise im Wipptal aber nicht. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass unser Ziel ein Mittelfeldplatz ist. Wir wollen zwischen Position 6 und 14 landen. Deshalb wird die aktuelle Situation auch nicht dramatisiert“, erklärt Gschnitzer. Einfacher wird’s für Sterzing in den nächsten Wochen nicht: Die nächsten Gegner heißen nämlich Cortina (Platz 7), Pustertal (2), Feldkirch (10) und Ritten (3).
Alps Hockey League, die nächsten Spiele
Mittwoch, 27. November
Olimpija Lubljana – HC Pustertal (19.15 Uhr)
Zeller Eisbären – Bregenzerwald (19.30)

Donnerstag, 28. November
Vienna Capitals Silver – Fassa Falcons (19.00)
Red Bull Hockey Juniors – Steel Wings Linz (19.15)
KAC II – HC Gröden (19.30)
EC Kitzbühel – Feldkirch (19.30)
Rittner Buam – HDD Jesenice (20.00)
Wipptal Broncos – SG Cortina (20.00)


SPGUVTVP
1. Olimpija Laibach18140464:3141
2. HC Pustertal17130464:2739
3. Rittner Buam17120580:4336
4. HC Asiago18120663:5134
5. Lustenau18110773:5133
6. HC Gherdëina17110658:5032
7. SG Cortina16100659:4030
8. Zell am See1790868:5228
9. Feldkirch1590656:5427
10. Jesenice1780962:5827
11. HC Fassa1580742:4224
12. Wipptal Broncos18801059:6924
13. Red Bull Juniors18601261:6019
14. Kitzbühel16601045:5717
15. Wien II17601137:5517
16. Klagenfurt II18501338:6317
17. Bregenzerwald17401350:9412
18. Steel Wings Linz17101617:992

Autor: det

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