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Ende einer langen Saison: Christian Borgatello und Federico Benetti beim Handshake. © M. Pattis

Die Alps Hockey League zieht Bilanz

Die zweite Saison der Alps Hockey League endete am Sonntag im siebten Finalspiel mit Rittens Niederlage und Asiagos erstem internationalen Titelgewinn. Eine Spielzeit der Rekorde ist zu Ende – Zeit, Bilanz zu ziehen.

Mehr Spiele, mehr Tore, neue Rekorde und mit Asiago ein neuer, würdiger Meister: Die zweite Alps-Hockey-League-Saison wird in die Geschichtsbücher eingehen. Die Meisterschaft ging am Sonntag nach 373 Spielen mit dem Titelgewinn für die „Stellati“ zu Ende. Sie setzten sich in der Neuauflage des Vorjahresfinales gegen die Rittner Buam im entscheidenden, siebten Spiel zu Hause mit 7:5 durch, nachdem bereits die ersten sechs Finalspiele mit lauter Heimsiegen endeten. Im Vorjahr stand der Ritten bereits nach 337 Spielen als Champion fest.

726 Stadionbesucher im Schnitt


Besucht wurden die 373 Spiele heuer von insgesamt 270.889 Fans, im Schnitt 726 Zusehern pro Partie. Zuschauerkrösus war die VEU Feldkirch mit 36.863 Anhängern bzw. einem Schnitt von 1.602 Fans pro Partie. Als bester Südtiroler Klub schneidet in dieser Bilanz ganz klar der HC Pustertal ab, bei dem durschnittliche 1.002 Fans die Drehkreuze durchliefen. Ritten (770 Zuschauer), Sterzing (609), Gröden (483) und Neumarkt (378) folgen weiter hinten im Ranking.

Damit gibt es in der AHL ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr, als 243.187 Fans 337 Spiele sahen.

Durschnittlich etwa tausend Fans pilgerten ins Rienzstadion. © Optic Rapid

Die Finalserie 2018 brachte auch erstmals in der Geschichte der AHL entscheidendes, Spiel 7. Die vorangegangenen 13 Playoff-Serien waren allesamt spätestens nach Spiel 6 entschieden.

17 Siege am Stück sind Rekord


Asiago krönte mit dem Titelgewinn eine Saison der Rekorde. Der Meister stellte mit 17 Siegen am Stück einen neuen Liga-Bestwert auf. Die Truppe von Tom Barrasso blieb in der abgelaufenen Spielzeit von Anfang Dezember 2017 bis Ende Jänner 2018 ganze zwei Monate ohne eine Niederlage. Ebenfalls beeindruckend war Asiagos Heimstärke: Der Champion gewann 25 seiner 28 Heimspiele, u.a. seit Mitte November alle 20 Spiele vor eigenem Publikum! Damit konnten Anthony Bardaro und Company 2017/18 daheim fast 90% ihrer Spiele für sich entscheiden. Insgesamt betrug die Siegquote der „Gelb-Roten“ 81,5% - man feierte heuer 44 Siege aus 54 Spielen.

Tore en masse


Die Saison 2017/18 brachte aber nicht nur mehr Spiele, sondern auch mehr Tore. In 373 Partien fielen insgesamt 2.321 Treffer (im Schnitt: 6,22 Tore pro Partie). 2.131 „Buden“ wurden 340 Spielen des Grunddurchgangs erzielt, in den Playoffs ging der Torschnitt dann etwas zurück: 190 Treffer wurden in 33 Post-Season-Partien verbucht (im Schnitt: 5,76 Goals je Spiel).

Die meisten Tore gingen auf das Konto der beiden Finalisten Asiago (216) und Ritten (201). Die meisten Treffer in einem Spiel fielen dieses Jahr in der Partie Kitzbühel gegen Jesenice, das mit einem 9:5-Heimsieg endete. Den höchsten Sieg feierte Jesenice mit 11:1 in Klagenfurt.

Der Meister setzt Maßstäbe


Asiago war das beste Team im Powerplay (Erfolgsquote von 28,8%), Ljubljana die beste Mannschaft in Unterzahl (Penalty Killing 86.1%) und Jesenice das fairste Team der Liga mit durchschnittlich nur 7,1
Straminuten pro Spiel.

Asiago steht zurecht als Meister dar. © D.S. Wassagruba

Finalsieger Asiago stellt mit Anthony Bardaro auch den Topscorer und besten Torjäger der Saison. Der MVP der Liga kam in 53 Einsätzen auf 79 Punkte (37 Treffer und 42 Assists). Zum Assistkönig avacierte Riley Brace, der 49 Treffer von Cortina vorbereitete.

An der Spitze der Goalie-Wertung steht Clarke Saunders vom HDD Jesenice. Der Kanadier erreichte eine Fangquote von 93,1%. Dahinter folgen Meistergoalie Frederic Cloutier und Olimpija-Keeper Robert Kristan mit einer Save-Quote von je 92,9%.

Autor: fop

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