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HCP-Goalie Colin Furlong wurde in einer Universitätsliga ausgebildet. © Optic Rapid/I. Foppa

Die Jugend liegt im Trend

Was die österreichischen Mannschaften bereits seit einigen Jahren praktizieren, hat sich nun auch hierzulande durchgesetzt: Ritten, Asiago & Co. setzen bei der Wahl ihrer ausländischen Cracks vermehrt auf junge No-Name-Spieler, die nur wenig Erfahrung im Profi-Bereich haben.

Während in den vergangenen Jahren die Legionäre meist aus den etablierten nordamerikanischen Profi-Meisterschaften AHL und ECHL oder den skandinavischen Ligen stammten, buhlen die Teams in diesem Sommer vermehrt um junge Spieler aus Übersee. Hierbei nehmen Asiago und Fassa die Vorreiterrolle ein. Die Stellati haben mit Vince Loschiavo und Cameron Ginnetti bereits zwei Jungprofis an Land gezogen, die gerade Mal 21 Jahre alt sind und sich in Europa beweisen möchten. Gleiches gilt für Fassa, das Joseph Mizzi (21) und Lucas Chiodo (20) fix für die nächste Saison verpflichtet hat.

Ritten hat mit Randy Gazzola einen etwas erfahrenen Verteidiger in seine Reihen geholt, wobei der 25-Jährige gerade Mal 7 Partien im Profi-Bereich auf dem Buckel hat. Bevor er den Sprung nach Südtirol wagte spielte Gazzola – genauso wie Pustertals Massimo Carozza – in der Universitätsliga USports. In dieser Meisterschaft wurde schon so mancher Einer ausgebildet, der sich später auf dem heimischen Eishockey-Markt einen Namen gemacht hat. So zum Beispiel Bozens Anthony Bardaro oder HCP-Goalie Colin Furlong.

Anders sieht die Situation nördlich des Brenners aus. Die österreichischen Mannschaften sondieren vor allem den skandinavischen Markt und verpflichten meist junge Spieler aus den besten Jugendligen in Schweden und Finnland.

Andere Ligen locken mit höheren Gehältern
Diese Entwicklung, die keineswegs negativ ist, hat mehrere Gründe. Spieler aus der AHL und auch aus der ECHL sind für die Mannschaften der AlpsHL viel schwieriger zu bekommen als noch vor ein paar Jahren. Sowohl in der britischen, als auch in der französischen Liga werden höhere Gehälter bezahlt, was gestandene Profis anlockt. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern verpflichten die heimischen Mannschaften junge Spieler, die die AlpsHL als Sprungbrett für ihre Karriere nützen wollen.

Ein weiterer Grund ist das Ausländer-Kontingent. Verpflichtet ein Team zwei Akteure, die im Jahr 1998 oder später geboren sind, kann es mit 5 ausländischen Spielern in die Saison gehen. Dies hilft vor allem Mannschaften mit einem kleinen Kader.

Autor: leo

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