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Die Rittner Buam und der HC Putertal beziehen mit der LIHG klar Stellung. © Optic Rapid/I. Foppa

LIHG watscht Meran ab: Serie A nur eine Alternative

Der HC Meran hat in den abgelaufenen Tagen mit mehreren Vorstößen klar gemacht, dass die Gründung einer neuen Serie A angepeilt werden müsse. Die Lega Italiana Hockey Ghiaccio hat nun zurückgeschlagen.

Aus der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass am Montag eine Videokonferenz mit den Verantwortlichen aller sieben AlpsHL-Teams stattgefunden hat, in der über die Zukunft des italienischen Eishockeys debattiert wurde. Dabei haben die Vereine ihre feste Bereitschaft bekundet, den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten. Allerdings wurde – um Planungssicherheit zu garantieren – festgelegt, dass spätestens Ende Juni im Hinblick auf Liga, Modus und Regeln Klarheit geschaffen werden muss.

Saisonstart wackelt
Die Hauptschwierigkeiten, denen man sich stellen muss, seien die Verfügbarkeit von Sponsoren, die für das Training einzuhaltenden Bestimmungen sowie die Öffnung von Stadien und Landesgrenzen. All diese Probleme könnten zu einer Verschiebung des Saisonstarts um ein bis drei Monate führen. LIHG-Präsident Marcello Cobelli hatte davon schon im SportNews-Interview berichtet.

Außerdem stellte die LIHG klar, dass der von den Vereinspräsidenten zum Ausdruck gebrachte Wille darin besteht, auch in der nächsten Saison an der Alps Hockey League teilzunehmen und gleichzeitig die italienische Meisterschaft zu bestreiten. Sollte dies nicht möglich sein, sei es notwendig, über Alternativen nachzudenken.

Die Wipptal Broncos und der HC Gherdeina wollen in der AlpsHL bleiben. © Oskar Brunner


Unmissverständlich ist auch die Position, die die LIHG gegenüber dem HC Meran und dessen Serie-A-Vorstoß hat. Demnach sei es erst zur Alps Hockey League gekommen, weil mehrere Vereine hierzulande einen Rückzieher machten und es schlichtergreifend zu wenig Teams gab, um eine rein italienische Liga weiterzuführen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Adler erst im vergangenen Sommer den Willen bekundeten, in die AlpsHL einzutreten, um „in letzter Sekunde“, als alles schon entschieden schien, sich doch noch zurückzuziehen.

Es sei natürlich der Wunsch aller AlpsHL-Vereine, eine stabile und hochklassige italienische Meisterschaft auf die Beine zu stellen. Aber damit dies möglich ist, sei es notwendig, dass die Mannschaften, die sich entschließen, ein ernsthaftes, mehrjähriges Projekt einzugehen, sowohl wirtschaftlich als auch organisatorisch Stabilität und Zuverlässigkeit zeigen.
AlpsHL-Teams wehren sich
„Man verlangt von den AlpsHL-Teams ein Projekt aufzugeben, das es den Klubs erlaubt, zu planen, zu investieren und zu wachsen, um später in eine neue Ära der Serie A einzutreten, die aufregend und voller Charme, aber sehr unsicher und ohne jede Garantie ist“, heißt es in der Mitteilung.

Abschließend wird bekräftigt, dass die LIHG-Vereine nicht die Absicht haben, der Serie A einen Riegel vorzuschieben. Vielmehr bitten sie um Ernsthaftigkeit und Stabilität, damit sie eine dauerhafte Struktur organisieren, aufbauen und gestalten können, die es dem italienischen Hockey ermöglicht, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Autor: leo

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