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Max Oberrauch zählt auch in dieser Saison zu den Leistungsträgern beim HCP. © Optic Rapid/I. Foppa

Max Oberrauch: „Der Titel wäre mein Karrierehöhepunkt“

Seit 15 Jahren versetzt Max Oberrauch die gegnerischen Torhüter in Angst und Schrecken. Im Pustertal ist der gebürtige Klausner mittlerweile zu einer Ikone geworden. Vor dem Beginn der Playoffs stand der Ausnahme-Stürmer SportNews Rede und Antwort.

Max Oberrauchs Karriere ist eine, die ihresgleichen sucht: Mit 17 Jahren wagte der Stürmer den Schritt ins Ausland und ging nach Schweden zu MODO. In Örnsköldsvik wurde der Südtiroler jedoch nicht glücklich und wechselte ein Jahr darauf zu Torino in die damalige Serie B. Im Piemont machte Oberrauch mit durchschnittlich einem Punkt pro Spiel sofort auf sich aufmerksam.

Es folgte der Schritt in die Serie A: Turin, Mailand und mit 21 Jahren der HC Pustertal. Dort ist Oberrauch bis heute geblieben und kann auf eine erfolgreiche Karriere im Dress der Wölfe zurückblicken. In rund 500 Partien in der Serie A und der AlpsHL sind dem 34-Jährigen ungefähr 460 Scorerpunkte gelungen. Was fehlt, ist der ersehnte Meistertitel – der die ohnehin schon bemerkenswerte Karriere krönen soll.


SportNews: Das letzte Spiel haben Sie am 23. Februar bestritten. Müssen sich die Fans des HCP sorgen machen?

Max Oberrauch: „Nein, absolut nicht. Ich war bei den letzten Partien nicht dabei um mich zu schonen, denn ich hatte zuletzt ein wenig Probleme mit meiner Leiste. Aber in dieser Woche habe ich wieder normal trainiert und werde dementsprechend für den Playoff-Start fit sein.“


15 Serie-A-Saisonen mit einem Schnitt von 20 Treffern - was ist Ihr Erfolgsrezept?

„Erfolgsrezept hab ich keines. Meine Stärke ist nun Mal der Schuss und den versuche ich so oft wie möglich einzusetzen. Es geht darum sich immer weiter zu verbessern, denn man hat nie ausgelernt. Dazu gehören natürlich auch Extra-Schusseinheiten nach dem eigentlichen Training.“


Angesichts Ihrer starken Leistungen: Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, bei der A-WM in der Slowakei dabei zu sein?

„Nein, die Nationalmannschaft ist bei mir kein Thema, da es in den letzten Jahren nie dazu gekommen ist. Auch in dieser Saison habe ich keinen Gedanken daran verschwendet.“


Zum HCP: Hätten Sie sich eine solch erfolgreiche Saison erwartet?

„Als die Mannschaft zusammengestellt wurde wussten wir, dass wir in dieser Saison ganz vorne mitspielen werden. Doch, dass wir nach dem Grunddurchgang mit 36 Siegen und nur vier Niederlagen dastehen, hätte wohl keiner gedacht. Diese Leistung ist auch der Lohn der harten Arbeit, welche wir über die Sommermonate erbracht haben. Jedenfalls können wir uns mit dem ersten Platz in der Regular Season nichts kaufen. Wir haben für die anstehenden Playoffs hart trainiert.“


Bei euch scheint auch die Chemie zwischen Alt und Jung zu stimmen. Trägt dies zum Erfolg zusätzlich bei?

„In der Mannschaft setzt sich jeder für jeden ein, egal ob Jung oder Alt. Wir kommen gut untereinander aus und es herrscht ein beidseitiger Respekt - das schweißt eine Mannschaft zusammen. Natürlich versuchen wir Ältere den Jüngeren unsere Erfahrung weiterzugeben, doch auch wir können von ihnen lernen.“


Heuer soll es endlich mit dem Titel klappen - wen sehen Sie als ärgsten Widersacher?

„Soweit habe ich noch nicht gedacht. Wir denken von Spiel zu Spiel und versuchen dort das Beste herauszuholen. Jede Mannschaft,die es ins Viertelfinale schafft, hat seine Chance. Am Ende muss alles zusammenpassen, denn alles startet in den Playoffs bei Null.“


Sollte es mit dem Meistertitel klappen, wäre das für Sie ein perfekter Zeitpunkt die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen?

„Nein, ans Aufhören habe ich noch nicht gedacht. Körperlich fühle ich mich gut, darum werde ich, unabhängig wie diese Saison endet, noch weiter Eishockey spielen. Auf jeden Fall wäre der Meistertitel der Höhepunkt in meiner Karriere.“


Beantworten Sie die letzte Frage mit einem Wort: Wer wird Meister?

„Der HC Pustertal.“ (lacht)

Autor: leo

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