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Die HCP-Cracks warfen sich Olimpija mit allen verfügbaren Mitteln in den Weg – vergebens. © maxpattis

Tragisches Finish: Wieder kein Titel für den HC Pustertal

Der 21. April 2019 sollte ein Tag für die Geschichtsbücher des Brunecker Eishockeysports sein. Es wurde aber ein Tag, der für die Fans des HC Pustertal mit einer enormen Enttäuschung endete. Nicht die Wölfe, sondern der HC Olimpija kürte sich im Rienzstadion zum Meister der Alps Hockey League.


Von Alexander Foppa, Bruneck


Seit 1954 steht der EV Bruneck bzw. der HC Pustertal für Eishockeytradition im östlichen Südtirol. Ein Meistertitel war den stolzen Wölfen aber nie vergönnt (Serie B ausgenommen) – und das bleibt zumindest für ein weiteres Jahr so. Sie gaben in der Schlussphase des entscheidenden siebten Spiels wieder eine Führung aus der Hand, verloren schließlich mit 1:3 und mussten mit ansehen, wie der Finalgegner aus Laibach im eigenen Wohnzimmer die Meistertrophäe in die Höhe stemmte. Bitter.

Olimpija ist erstmals AlpsHL-Meister.

Dabei führte der HC Pustertal nach 20 intensiven Minuten nicht unverdient mit 1:0. Zunächst hatte Olimpija zwar mehr vom Spiel, mit Fortdauer der Partie wurden die Wölfe aber immer besser und belohnten sich schließlich mit dem Führungstreffer, den Armin Hofer besorgte. Raphael Andergassen eroberte im gegnerischen Drittel den Puck, spielte weiter zum aufgerückten Verteidiger, der Goalie Zan Us mit einem Schuss ins kurze Eck zum 1:0 bezwang. Eine Sekunde vor Ende des Startdrittels kochten die Emotionen erneut hoch: Die Pusterer Marko Virtala und Armin Helfer gerieten sich mit Kristjan Cepon und Ales Music heftig in die Haare – für alle vier Spieler ging's auf die Strafbank.

Auch im zweiten Abschnitt griffen die Unparteiischen immer wieder ein, durch die vielen Strafminuten wurde die Partie immer zerfahrener. Schönspielerei war aufgrund der Bedeutung dieses Kräftemessen aber ohnehin fehl am Platz. Die Wölfe wirkten insgesamt bissiger in den Zweikämpfen, einen Tick schneller als die Gäste und im Abschluss gefährlicher. Der zweite Treffer wollte aber einfach nicht gelingen – auch nicht, als Pustertal das Tempo nach dem letzten Seitenwechsel nochmal verschärfte und das slowenische Tor phasenweise belagerte. Die großen Mankos: Die Treffsicherheit im Abschluss und die harmlosen Powerplays.

Olimpija sorgt für die kalte Dusche

Diese Defizite im ansonsten bärenstarken Auftritt der Brunecker sollten sich in der Schlussphase rächen. In der 52. Minute fasste sich Ziga Svete an der Blauen ein Herz und zimmerte den Puck zum 1:1 in die Maschen. Nun wurden Erinnerungen an Spiel 5 wach, als Pustertal ebenfalls einen Vorsprung gegen Ende hin aus der Hand gab. Und so sollte es auch dieses Mal kommen: Nach dem Ausgleich spielten nur mehr die Gäste und legten prompt den zweiten Treffer nach. Miha Zajc bezwang Schlussmann Furlong durch die Schoner und versetzte die rund 150 Fans im Gästesektor in Ekstase. Im restlichen Rienzstadion wurde es währenddessen mucksmäuschen still. In der Schlussminute führte Zajc mit einem Schuss ins leere Tor schließlich die Entscheidung herbei. Mit dem 3:1 sorgte er für den Schlusspunkt dieser emotionalen Finalserie und zeitgleich für den Fortbestand der Brunecker Titellosigkeit.



Den kompletten Spielverlauf gibt’s in unserem Liveticker nachzulesen.

HC Pustertal – HK Olimpija 1:3

HCP: Furlong (Stoll); Leitner-Hofer, Althuber-Corbett, Helfer-Elliscasis; Traversa-Andergassen-Gander, Oberrauch-Teemu Virtala-Marko Virtala, Lukas De Lorenzo-Berger-Alex De Lorenzo, Brunner-Großgasteiger-Piroso
Coach: Mattila

HKO: Us (Spreitzer); Kranjc-Vidmar, Kristjan Cepon-Planko, Svete-Mark Cepon, Zorko-Sever; Jezovsek-Music-Pesut, Koren-Rajsar-Simsic, Zajc-Orehek-Koblar, Chvatal-Bohinc-Kujavec
Coach: Vnuk

Tore: 1:0 Hofer (17.48), 1:1 Ziga Svete (52.14), 1:2 Miha Zajc (53.59), 1:3 Miha Zajc (58.14)

Zuschauer: 2.070 (ausverkauft)

Best-of-Seven-Serie: 3:4

Hier geht's zu den Stimmen nach dem Spiel.

Alle AlpsHL-Meister im Überblick:

2017: Rittner Buam
2018: Asiago Hockey
2019: HK Olimpija

Autor: fop

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