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Leitet die Geschicke beim HCG: Walter Ploner © Facebook

„Zum Spaß“: Ein Präsident und seine etwas andere Ankündigung

Walter Ploner stand 27 Jahre lang zwischen den Pfosten des Hockey Club Gherdëina. Seit Anfang Mai ist der 48-Jährige Präsident seines Heimatvereins. Wie es dazu gekommen ist und was er sich für die neue Saison erwartet, schildert er im SportNews-Interview.

Nach der vergangenen Saison stand der HC Gherdëina ohne Vorstand da. Müssen sich die Grödner Fans bei Ihnen bedanken, dass es den HCG noch gibt?

Walter Ploner: „Nein, das würde ich nicht so sagen. Der aktuelle Vorstand wollte über 90 Jahre Tradition nicht einfach aufgeben. Wir sind an einem Tisch gesessen und haben entschieden, weiter zu machen, denn Gröden ohne Eishockey gibt es nicht.“


Wie kam es dazu, dass Sie Präsident geworden sind?

„Ich hatte im Frühling zum Spaß gesagt, dass ich Präsident machen würde, sollte sich keiner melden. Damit wollte ich die Leute im Tal motivieren, denn wenn ein Handwerker wie ich es bin Präsident werden kann, dann kann es jeder. Dass es letztendlich so gekommen ist, hätte ich nie im Leben gedacht.“


Liegt Ihnen der Verein auch darum so am Herzen, weil sie selbst knapp 3 Jahrzehnte für den HCG gespielt haben?


„Ja, natürlich. Ich habe diesem Verein viel zu verdanken. Als Spieler, Trainer und Vorstandsmitglied habe ich einiges gelernt. Nicht nur was Eishockey angeht, sondern auch im täglichen Leben. Darum wollte ich dem HCG etwas zurückgeben.“


Zur Saison: Der HCG geht mit einer sehr jungen Mannschaft in die neue Spielzeit. Ist dieser Umbruch so gewollt?

„Wir wollten in der neuen Saison eine junge, hungrige Mannschaft auf die Beine stellen. Daher mussten Veränderungen her und so haben wir die vier Legionäre ausgewechselt. Dass auch Derek Eastman, dem wir vieles zu verdanken haben, den Verein verlassen hat, ist natürlich schade. Wir haben aber viele junge Spieler, die seinen Platz einnehmen wollen und können. “

Jake Smith ist Grödens Königstransfer. © Vanna Antonello

Die prominenteste Personalie im Team ist zweifelsohne Jake Smith. Wie ist es Ihnen gelungen, den Italo-Kanadier nach Gröden zu lotsen?

„Zunächst war es schwer, Kontakt mit Jake aufzunehmen, denn er war nach der Saison im Urlaub. Als er von unserem Interesse hörte, war er ziemlich angetan, denn er liebt die Umgebung hier. Jedoch strebte er einen Wechsel ins Ausland an und so mussten wir uns nach Alternativen umsehen. Dann aber meldete sich sein Agent bei uns, und da haben wir keine Zeit verschwendet und ihn sofort unter Vertrag genommen.“


Besteht nach der Verpflichtung von Verteidiger Mikael Kurki noch Handlungsbedarf oder belassen Sie es bei diesem Kader?

„Wir werden in den kommenden Tagen die Verpflichtung eines weiteren Verteidigers bekannt geben, denn in der Defensive sind wir eher dünn besetzt. Danach haben wir unser Ausländer-Kontingent ausgeschöpft. Wir sind überzeugt, dass der HCG eine schlagfertige Truppe an den Start bringen wird.“


Was sind die Ziele für die bevorstehende Saison?

„Das vorrangige Ziel ist die Entwicklung der jungen Spieler und wir sind überzeugt, dass wir mit Erwin Kostner einen idealen Tutor an der Bande haben. In der Tabelle streben wir eine Top-8-Platzierung an, obwohl es sehr schwierig werden wird, denn viele Mannschaften, die in der letzten Saison hinter uns gelandet sind, haben aufgerüstet. Der Konkurrenzkampf wird auf jeden Fall härter.“

Autor: sn

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