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Der HCG holte den zweiten Sieg. © Matthäus Kostner

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Der HCG holte den zweiten Sieg. © Matthäus Kostner

2.000 Fans sehen Torfestival – und unaufhaltsame Grödner

Der HC Gherdëina ist dem ersten Titelgewinn seit 29 Jahren einen weiteren Schritt nähergekommen. Vor knapp 2.000 frenetischen Zusehern im bis zum Bersten gefüllten Pranives feierten die Furie am Dienstagabend den sechsten Sieg im siebten Playoff-Heimspiel. Der HC Meran guckte erneut in die Röhre.

Aus dem Pranives

Von:
Leo Holzknecht

Wie sehr das Grödnertal nach Playoff-Eishockey lechzte, kam an diesem Abend einmal mehr zur Geltung. 1.938 Fans durchquerten die Drehkreuze des stimmungsvollen Pranives, das seine Schützlinge zum zweiten Sieg in der Finalserie der Alps Hockey League (AlpsHL) antrieb. Angeführt von Doppeltorschütze Vlastimil Dostalek setzten sich die Hausherren mit 6:3 durch.


Entfesselte Furie hatten die Adler im ersten Spiel der Serie müde, träge aussehen lassen. Kein Wunder, hatten diese doch erst 48 Stunden zuvor das kräftezehrende Halbfinale in Sisak für sich entschieden. An diesem Abend traten die Gäste mit vollen Kräftereserven an – und dennoch war es erneut der HCG, der den Takt vorgab. Mit schnörkellosen Angriffen, hohem Forechecking und sehenswerten Kombinationen gelang es den Hausherren, ein ums andere Mal gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen. Im Gegensatz zum letzten Duell unterliefen den Furie jedoch ungewohnte Fehler und (zu) viele Strafen, die den Adlern Luft verschafften.

Es wird deutlich

Das war der Grund, warum die Fans bis zu Beginn des Schlussdrittels zitterten und bangten. Zurücklehnen durften sie sich erst in der 44. Minute, als die Hausherren binnen weniger als zwei Minuten dreimal ins Schwarze trafen. Nicolò Esposito, Sacha Guimond und Davide Schiavone bescherten den Furie den 6:2-Vorsprung, den sie bis zur letzten Sekunde erfolgreich verteidigten. Von den Rängen gab es nach der Schlusssirene tosenden Applaus.

Den entscheidenden Unterschied machten schlussendlich die Torhüter. Während HCG-Goalie Claes Endre einen bombensicheren Eindruck hinterließ, gab Andreas Bernard bei mehreren Treffern keine gute Figur ab. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass seine Vordermänner ihn ein ums andere Mal im Stich ließen. Das muss in 48 Stunden unbedingt besser werden, wenn in der MeranArena das dritte Spiel der Finalserie steigt (20 Uhr).

Die Höhepunkte

Grödner BlitzstartNachdem Kasslatter aus dem Slot eine exzellente Chance verpasst, besorgt Dostalek nach 68 Sekunden die HCG-Führung, als er einen Nachschuss ins Tor schiebt.
Was ist denn hier los?Meran antwortet nach dem frühen Schock prompt: Cruseman trifft aus spitzem Winkel haargenau ins Eck. Doch Gröden geht durch Dostalek wieder in Front. Bernard sieht beim Tor nicht gut aus, weil er nach vorne abprallen lässt.
Es bleibt turbulentDie Furie starten auch im zweiten Drittel perfekt, denn Pitschieler fälscht einen Deluca-Schuss entscheidend ab. Nur 80 Sekunden später zimmert der auffällige Sherbinin den Puck haargenau ins Kreuzeck.
Glanztat von BernardBernard macht seinen Patzer des ersten Drittels mit einer unglaublichen Parade wett. Moncada spielt Deluca frei, der nur noch einschieben muss, stattdessen aber am Bernard-Spagat scheitert.
Furiose FurieDer HCG schaltet im Schlussdrittel in den sechsten Gang – und erhöht auf 6:2. Der entwischte Esposito trifft ins Kreuzeck, Guimond veredelt einen Deluca-Pass und Schiavone lässt sich aus dem Slot nicht zweimal bitten. Tomasini betriebt am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

HC Gherdëina – HC Meran 6:3

HCG: Endre (Rindone); Guimond-Senoner, Buono-Brighenti, Soracreppa-Vozovik, Linder; Biondi-Schiavone-Dostalek, Pitschieler-Moncada-Deluca, Kasslatter-Castlunger-Luisetti, Delucca-Esposito-Moroder, Demetz.

HCM: Bernard (Gamper); Sherbinin-Golser, Rein-Frick, Beber-Larcher, Carissimi-Curti; Cruseman-Trivellato-Nousiainen, Gellon-Tomasini-Stefanson, Mandruzzato-Egger-Marinovich, Fuchs-Kuppelwieser.

Tore: 1:0 Dostalek (1.08), 1:1 Cruseman (3.11), 2:1 Dostalek (6.40), 3:1 Pitschieler (22.28), 3:2 Sherbinin (23.48), 4:2 Esposito (43.46), 5:2 Guimond (45.02), 6:2 Schiavone (46.33), 6:3 Tomasini (50.01)

Zuschauer: 1938

Stand in der Serie: 2:0

Weitere Spieltermine: 16., 18. April, eventuell 21., 23., 25. April

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