
Tobias Brighenti, Verteidiger des HC Gröden. © Johannes Franke Unterweidach 35
Brighentis verrücktes Jahr: Vom letzten Platz zum großen Titel?
Nur mehr ein Sieg fehlt, dann ist das Grödner Wunder perfekt: Die Furie können sich am Samstagabend (19.30 Uhr / SportNews-Liveticker) zum Champion in der Alps Hockey League küren. Ein Mann erlebt dabei eine paradoxe Situation.
18. April 2026
Von: det
Am 26. Februar dachte Tobias Brighenti: „Das war’s für diese Saison!“ Der Kapitän der Unterland Cavaliers hat mit seinem Team zum Abschluss der Qualification Round gegen Meran eine klare 3:6-Niederlage kassiert. Das Saisonende der Cavaliers, die fast die gesamte Meisterschaft über auf dem letzten Platz verbracht haben, war somit endgültig besiegelt.
Umso überraschender kam es für Brighenti, als ihn am Tag nach dem Aus ein Anruf aus Wolkenstein erreichte. Der HC Gröden war an einer Verpflichtung für die Playoffs interessiert. „Ich war zunächst perplex, weil ich dachte, dass das Transferfenster schon geschlossen sei. Als ich von Gröden kontaktiert wurde, musste ich aber nicht zwei Mal nachdenken und habe schnell zugesagt“, so der Verteidiger im Gespräch mit SportNews.
Räumt in der Defensive auf: Tobias Brighenti (Mitte). © Matthäus Kostner
Damals hätte sich der 29-Jährige nicht gedacht, dass er heute – im Finale der Alps Hockey League – nur noch einen Sieg vom großen Titelgewinn entfernt sein würde. Am Samstagabend können die Grödner vor heimischer Kulisse im Pranives gegen Meran ihr Meisterstück vollbringen. In der Best-of-7-Serie führen die Furie souverän mit 3:0.
Brighenti ist eine echte Verstärkung
„Als ich hierher gekommen bin, habe ich sofort gemerkt, dass die Chemie in der Mannschaft stimmt. Dass diese Mannschaft mindestens bis ins Halbfinale kommen kann, davon war ich überzeugt, dass wir jetzt um den Titel spielen, ist umso erfreulicher“, erklärt Brighenti, der bei den Furie eine echte Verstärkung ist. Am Donnerstag gelangen dem Verteidiger beim 6:2-Sieg in Meran vier Punkte (ein Tor, drei Assists).„Der letzte Sieg ist bekanntlich immer der schwerste.“ Tobias Brighenti
„Es ist definitiv ein Hockey-Märchen, das hier geschrieben wird“, so Brighenti, der im selben Atemzug anführt: „Wir wissen aber auch, dass noch nichts gewonnen ist. Meran hat viel Qualität, und in den Playoffs kann sich alles schnell drehen. Für uns zählt nur das nächste Spiel – der letzte Sieg ist bekanntlich immer der schwierigste.“ Für Brighenti wäre es jedenfalls ein weiterer – und wohl der größte – Titel in seiner Karriere, nachdem er 2019 mit Ritten schon den Scudetto gewann und die Unterland Cavaliers 2022 zum IHL-Titel führte.
Bleibt die Frage: Wie geht es mit Brighenti nach dieser Saison weiter? Kehrt er zu seinem Stammverein – den Unterland Cavaliers – zurück oder setzt er sein Gröden-Abenteuer fort? „Im Moment konzentriere ich mich nur darauf, mit Gröden das letzte Spiel zu gewinnen. Alles Weitere werden wir dann sehen“, so Brighenti.
AlpsHL, Finale – Game 4 (Samstag, 19.30 Uhr)
HC Gröden – HC MeranStand in der Best-of-7-Serie: 3:0
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