
In Meran gab es jüngst reichlich Grund zum jubeln – und so soll es weitergehen. © BK Photo
Die Meraner Wende: „Lasst uns aufblühen!“
Seit Monaten wird über die Zukunft des HC Meran wild spekuliert. Verschwindet der Traditionsklub von der Eishockeylandkarte oder geht es doch irgendwie weiter? Jetzt ist das Geheimnis gelüftet – und das Staunen ist groß.
10. Mai 2026

Von:
Alexander Foppa
Der HC Meran Pircher wird auch kommende Saison in der Alps Hockey League spielen. So viel ist seit Sonntagvormittag fix! Damit bleibt der internationalen Liga der Vize-Meister erhalten – und Südtirol zugleich einer der bedeutendsten Eishockeystandorte überhaupt.
Dabei hatte der Verein im Winter die Einschreibefrist verstreichen lassen und betont, dass man eventuell eine Liga tiefer an den Start gehen werde. Wie kommt es nun zum Sinneswandel? „Das Finale!“, sagt Präsident Stefan Kobler auf SportNews-Nachfrage, „Das war entscheidend. Der Erfolgslauf und der Einzug in die letzte Playoff-Runde hat uns alle extrem gepusht. Plötzlich herrschte Euphorie und Tatendrang. Das alles nehmen wir mit in die Zukunft.“
Der Playoff-Run hat alles verändert
Zwar ging das Finale am Ende gegen Gröden klar verloren, dennoch habe es laut Kobler im Verein und im gesamten Umfeld neue Energie freigesetzt. „Vor allem haben alle gesehen, dass unser Plan aufgegangen ist. Wir wollten innerhalb der ersten drei Jahre in der AlpsHL in die Playoffs einziehen und dort in einer der beiden folgenden Spielzeiten auch weit vordringen – das ist uns gelungen.“„Das Budget steigt mit dem Erfolg“ HCM-Präsident Stefan Kobler
Allerdings hat der jüngste Erfolgslauf nicht nur neue Motivation freigesetzt, sondern auch Geld in die Kassen gespült. „Die Zuschauer- und Merchandising-Einnahmen sind gestiegen, jetzt gilt es aber auch, bei den Sponsorengeldern aufzustocken. Aber eines ist klar: Das Budget steigt mit dem Erfolg“, weiß Kobler. Erfolg hatte der HCM zuletzt reichlich, dennoch bremst der Klubboss: „Wir müssen jetzt nicht jedes Jahr ins Finale, um sportlich überleben zu können. Aber wir wollen wachsen – und das in allen Bereichen.“
Meran ist eine Eishockeystadt – den Beleg lieferte der HCM in den jüngsten Playoffs.
Was Kobler damit meint: mehr Mitglieder, mehr Mitarbeiter, mehr Helfer. Schritt für Schritt soll die HCM-Organisation umgebaut und erweitert werden – auch finanziell. Die Meraner – so ist anzunehmen – werden versuchen, ihr Budget in den hohen sechsstelligen Bereich zu treiben, auch um den aktuellen Kader beisammenzuhalten. „Bei einigen Spielern wird es schwierig werden, sie zu halten“, so Kobler.
Die Kaderplanung beginnt
Die Klubspitze führt aktuell die Saisonabschlussgespräche mit ihren Spielern. Dabei gilt es auch, mögliche Vertragsverlängerungen zu Papier zu bringen. Zeitgleich rollt die Suche nach Verstärkungen an – und das im Zusammenspiel mit dem HC Bozen, der die Zusammenarbeit mit dem HCM auf eigenen Wunsch intensivieren möchte. „Wichtig ist jetzt erst mal, dass es hier weitergeht“, so Kobler abschließend. Dann fügt er noch hinzu: „Und dann werden wir dafür sorgen, dass der HC Meran richtig aufblüht!“Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)