
Nur selten konnten Pascal Brunner & Co. den Gegner so entwischen wie in dieser Szene. © BK Photo
Ein fataler Crash für den HC Meran
Autsch, diese Niederlage schmerzt gleich doppelt! Die Meraner Kufencracks verloren zuhause vor mehr als 1.300 Zuschauern das Halbfinalspiel gegen KHL Sisak – und nach einem kuriosen Zwischenfall auch noch ihren besten Mann.
01. April 2026
Aus der MeranArena

Von:
Alexander Foppa
Die zweite Niederlage bedeutet den erstmaligen Rückstand im Halbfinale. Der HC Meran Pircher hat am Mittwochabend eine 1:4-Niederlage kassiert, damit führt Sisak in der Best-of-7-Serie nun mit 2:1. Doch damit nicht genug, denn bei den Kurstädtern gibt es ein weiteres Problem: Reid Stefanson hat sich verletzt.
Der Kanadier wurde von seinem Mitspieler Filip Cruseman bereits im Startdrittel übel erwischt. Die beiden crashten auf Höhe des Mittelkreises unabsichtlich, aber schmerzvoll zusammen. Cruseman konnte weitermachen, Stefanson verschwand in die Kabine – und kam nicht mehr zurück. Eine Schulterverletzung verhinderte dies. Dabei ist der frühere ICE-Stürmer so elementär wichtig. In seinen 33 Einsätzen für den HCM verbuchte er sagenhafte 53 Punkte. Mit zwölf Assist und drei Treffern ist er der mit Abstand beste Playoff-Scorer der Liga. Zumindest war er es bis an diesem Abend. Wie lange er ausfällt, ist unklar. Sein Fehlen leitete jedenfalls die Meraner Niederlage in Spiel drei ein.
Mit Stefanson waren die Adler zunächst die aktivere, aggressivere Mannschaft. Fünf Sekunden vor der ersten Pausensirenen zog Brayden Sherbinin aus vollem Lauf ab und traf maßgenau in den langen Winkel – ein Sonntagsschuss, bei dem Vito Nikolic allerdings nicht gut aussah (20.). Der in dieser Saison kaum eingesetzt Backup der Kroaten ersetzt übrigens für die weiteren Playoff-Spiele die verletzte Nummer eins Rosandic Vilim.
Drei Schnitzer, drei Gegentore
Doch was machte der HCM mit der hart erbauten Führung? Er trug sie in Windeseile wieder ab. Sekunden nach Wiederbeginn rutschte Patrick Tomasini aus, plötzlich klaffte eine Riesenlücke und genau dort stand der frühere KHL-Stürmer Danila Larionovs, der per Onetimer traf. Wenig später war Noah Frick nach einem eigenen geblockten Schuss nicht schnell genug wieder in Stellung und ebnete Sisak so den Weg zum 2:1. Tjas Lesnikar, der bereits beim ersten Meraner Patzer blitzschnell reagiert hatte, schickte den wieselflinken Koreaner Kim Sang Yeob auf die Reise, der traf eiskalt in die Maschen (30.).Meran reagierte auf den erstmaligen Rückstand mit Engagement, doch ohne Stefanson fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft, die zündende Idee. Die Borgatello-Truppe feuerte zwar 41 Mal aufs Tor, richtig gefährlich wurde es aber nur selten. Und so kam es für Meran, wie es kommen musste: Mit der einzigen richtigen Chance des letzten Drittels sorgte Sisak für die Entscheidung – und wieder sah die schwarz-weiße Defensive nicht gut aus. Niksa Juric entwischte zunächst Enrico Larcher und tunnelte dann auch noch den bis dahin starken Andy Bernard im Meraner Tor. Dem 3:1 folgte dann auch noch das 4:1 durch ein Kontertor von Vito Idzan (59.).
Sofort die Chance zur Revanche
Der HC Meran steht nun am Donnerstag – im zweiten Heimspiel binnen 24 Stunden – gehörig unter Druck, will man in der Best-of-seven-Serie nicht bedeutend in Rückstand geraten. Das selbe gilt übrigens für den HC Gröden, der dann zeitgleich versuchen wird, im Halbfinale gegen Zell am See auf 2:2 zu stellen.Das Halbfinale der Alps Hockey League
HC Meran – KHL Sisak 1:4Tore: 1:0 Brayden Sherbinin (19.55), 1:1 Danila Larionovs (20.14), 1:2 Kim Sang Yeob (29.04), 1:3 Niksa Juric (55.24), 1:4 Vito Idzan (58.04)
Zuschauer: 1.325
Best-of-7-Serie: 1:2
Nächster Spieltermin: Donnerstag, 20 Uhr
HC Gröden – EK Zell am See
Best-of-7-Serie: 1:2
Nächster Spieltermin: Donnerstag, 19.30 Uhr
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Kommentare (0)