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Der HC Gherdëina verspielte einen sicher geglaubten Sieg. © HC Gherdeina

Furiose Grödner verlieren spät: Erfolgslauf gestoppt

Der HC Gherdëina musste sich am Donnerstagabend bei Feldkirch nach einem rasanten und hart umkämpften Match geschlagen geben. Damit war lange Zeit nicht zu rechnen gewesen.

Eine gnadenlose Effizienz und ein überragender Goalie erwiesen sich zunächst als Grödner Erfolgsformel beim Auftritt in Vorarlberg. Vor 596 Zuschauern lieferten sich die Südtiroler mit Feldkirch einen regelrechten Schlagabtausch. Nachdem in den ersten zehn Minuten noch ein verhaltenes Abtasten zu beobachten war, wurden im Anschluss auf beiden Seiten die schweren Geschütze aufgefahren.


Colin Furlong zeichnete sich während des ersten Feldkirchener Powerplays mehrmals aus und entschärfte jeglichen Versuch der Hausherren. Daraufhin holte Gröden zum Schlag aus dem Nichts aus. Joel Brugnoli zirkelt den Puck zwischen Kufe und Stange ins Tor hinein und lässt Goalie Alex Caffi alt aussehen (12.10). Direkt im Anschluss die riesige Chance für Feldkirch, aber Furlong reagiert sensationell, als der Puck von einem seiner Vordermänner abgefälscht wird.

Grödner Offensivspektakel
Dann ging es Schlag auf Schlag. Feldkirch geht zu leichtfertig mit seinen Chancen um, der HC reagiert darauf gnadenlos. Die Gäste nutzen ihre Räume, Michael Sullmann steckt auf Christian Willeit durch, der eiskalt vollendet (15.30) – 2:0! Aber auf der Gegenseite folgt die direkte Reaktion. Niklas Gehringer belohnt sich für seinen bis dahin starken Auftritt und verkürzt (16.40). Furlong musste zum ersten Mal hinter sich greifen. Nur dreißig Sekunden später stellt Gröden dank eines spektakulären Spielzuges den alten Vorsprung wieder her. Sullmann vollendet ein eindrucksvolles Solo (17.14).

Der Jubel des HCG sollte nicht lange währen. © HC Gherdeina


Zu Beginn des zweiten Drittels kassierte Feldkirch auch noch einen Penalty, der es Bradley McGowan ermöglichte, auf 4:1 zu erhöhen (25.51). Angesichts der teilweise mirakulösen Paraden von Furlong schien das Match bereits entschieden zu sein. Doch Feldkirch kam noch einmal zurück. Alberto Pison steht richtig und verwertet einen Rebound von Furlongs Schoner (37.19). Gröden ließ sich zunächst nicht verunsichern, rettete den Vorsprung in die Pause.
Letztes Drittel wird zum Knackpunkt
Im letzten Drittel kam es schließlich zum Einbruch der Südtiroler. Anton Trastansenkovs lässt Furlong nicht den Hauch einer Chance und bringt die Hausherren wieder zurück ins Rennen (44.27). In der Folge geriet der HC mächtig ins Schwimmen. Diese Schwächephase nutzte Pison erneut aus und erzielte den viel umjubelten Ausgleich (50.04). In der Schlussphase deutete letztlich alles auf eine Overtime hin, doch Steven Birnstill hatte andere Pläne und ließ die Grödner Hoffnungen auf einen Auswärtssieg platzen (59.00).

Damit verlor der HC Gherdëina sein erstes Spiel in der Qualification Round B, behält aber dennoch seine souveräne Tabellenführung. Das nächste Match steht am Samstag zu Hause gegen die zweite Garde der Vienna Capitals an (20.30 Uhr).

Feldkirch – HC Gherdëina 5:4
0:1 Brugnoli (12.10), 0:2 Willeit (15.30), 1:2 Gehringer (16.40), 1:3 Sullmann (17.14), 1:4 McGowan (25.51), 2:4 Pison (37.29), 3:4 Trastasenkovs (44.27), 4:4 Pison (50.04), 5:4 Birnstill (59.00)

Pos.TeamPunkte
1.HC Gherdëina17
2.Steel Wings Linz12
3.VEU Feldkirch10
4.Zeller Eisbären8
5.Vienna Capitals Silver3
6.HC Meran2


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