
Gröden musste sich am Dienstag knapp geschlagen geben. © EKZ/RADLWIMMER
Glückloses Gröden: Eisbären haben wieder die Nase vorn
Der HC Gherdëina hat den Schwung aus dem deutlichen Heimsieg nicht mitnehmen können. In Zell am See zogen die Furie in einer umkämpften dritten Halbfinalpartie knapp den Kürzeren.
31. März 2026
Von: tu
Nach dem denkwürdigen 5:0-Heimsieg im Pranives hat der HC Gherdëina im dritten Halbfinalspiel der Alps Hockey League einen Dämpfer kassiert. Die Ladiner unterlagen am Dienstagabend in Zell am See mit 1:2 und liegen in der Best-of-7-Serie damit nun ebenfalls mit 1:2 zurück. Gröden stemmte sich vor knapp 2800 Fans zwar lange eifrig gegen die Niederlage, doch diesmal hatte der amtierende Meister die besseren Antworten parat.
Die Eisbären legten dabei von Beginn an mit viel Wucht los und zeigten im Vergleich zu den ersten beiden Partien ein ganz anderes Gesicht. Zell am See zwang Claes Endre im Grödner Tor so schon in den ersten Minuten mit einem regelrechten Schussfeuerwerk zu mehreren Paraden. Einer dieser Versuche führte schnell zum 1:0: In einem unübersichtlichen Gewühl vor dem HCG-Kasten stocherte Blaz Tomazevic die Scheibe über die Linie, ohne dass Endre eine echte Abwehrchance hatte (3.49). In einem intensiven, körperbetonten und schnellen ersten Drittel wirkte Gröden insgesamt zu oft einen Schritt zu spät.
Pitschielers Zauberstück
Auch im zweiten Abschnitt tat sich die Furie nach vorne zunächst weiterhin schwer. Von jener Kaltschnäuzigkeit und Spielfreude, mit der Gröden in Spiel 2 noch aufgetrumpft hatte, war vorerst wenig zu sehen. Zwar kamen die Ladiner zu einigen Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch der Zeller Schlussmann Alexander Schmidt hielt seine Mannschaft mit starken Paraden vorne. Dass der Rückstand auf der anderen Seite trotzdem knapp blieb, war einmal mehr vor allem Claes Endre zu verdanken, der erneut stark aufspielte.Dann aber war Gröden plötzlich da: Simon Pitschieler nahm die Scheibe vor dem Tor stark mit der Kufe an, ließ mit einem Haken zwei Verteidiger und auch Schmidt ins Leere laufen und vollendete sehenswert mit der Rückhand zum 1:1 (38.15). Mit diesem Geniestreich gab der Kapitän seiner Mannschaft die Hoffnung zurück.
Gröden kämpfte bis zum Schluss. © EKZ/RADLWIMMER
Im Schlussdrittel pochten dann beide Mannschaften auf den entscheidenden Treffer, doch Fortuna sollte heute nicht auf der Seite der Furie sein. Knapp 5 Minuten vor Spielende schlugen die Hausherren in Überzahl zu und belohnten sich für ihr Engagement: Mit einem schnellen Tic-Tac-Toe-Spiel kombinierten sich die Eisbären im Powerplay sehenswert durch die Grödner Defensive, Sebastian Zauner musste die Scheibe nur noch im leeren Tor unterbringen (55.29). Gröden warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und versuchte es auch mit sechs Feldspielern, doch die Eisbären verteidigten die knappe Führung mit großem Einsatz bis zur Sirene.
Weiter geht es in der Alps Hockey League bereits am Mittwoch, sobald Meran sein drittes Spiel der Playoff-Serie gegen Sisak absolviert (20 Uhr). Gröden trifft am Donnerstag im vierten Spiel wieder auf die Eisbären (19.30 Uhr).
Das Halbfinale der Alps Hockey League
EK Zell am See – HC Gherdëina 2:1Tore: 1:0 Tomazevic (3.49), 1:1 Pitschieler (38.15), 2:1 Zauner (55.29)
Zuschauer: 2769
Best-of-7-Serie: 2:1
Nächster Spieltermin: Donnerstag. 19.30 Uhr
HC Meran – KHL Sisak
Best-of-7-Serie: 1:1
Nächster Spieltermin: Mittwoch, 20.00 Uhr
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