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In Wolkenstein herrscht pure Eishockey-Euphorie. © Matthäus Kostner

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In Wolkenstein herrscht pure Eishockey-Euphorie. © Matthäus Kostner

Gröden feiert Eishockey: „Alle reden darüber“

Die zweite Finalschlacht ist geschlagen, die dritte steht bereits bevor: Im großen Südtiroler Titel-Showdown in der Alps Hockey League geht es am Donnerstag wieder heiß her. Meran muss zuhause endlich gewinnen, Gröden dagegen schwelgt im Erfolg – und die Eishockeyfans im Land schauen gebannt zu.

Es sind Spiele, die eine Eishockeybegeisterung losgetreten haben, wie es die Alps Hockey League bislang in Südtirol noch nie getan hat. Mehr als 4.000 Zuschauer besuchten die ersten beiden Finalduelle der beiden großen Traditionsklubs HC Meran und HC Gherdëina, jetzt folgt der dritte Akt. Am Donnerstag (20 Uhr) ist in der MeranArena wieder Spektakel garantiert.


„Wir sind sehr froh, dass Menschen in der ganzen Region über Eishockey reden“, sagt Grödens Erfolgstrainer Marcel Skokan. Ihm pflichtete Merans Assistenztrainer Claudio Rier am Dienstag nach Spiel drei bei: „Den Moment kosten wir voll aus – es ist wunderbar fürs Südtiroler Eishockey, fürs italienische Eishockey.“

„Es gibt wenig, das man besser machen könnte.“ HCG-Trainer Marcel Skokan

Auch wenn die Eishockey-Euphorie beide Seiten freut, die Ausgangslage ist eine völlig unterschiedliche. Gröden führt in der Serie nach dem jüngsten Heimsieg mit 2:0, zwei weitere Erfolge fehlen zum ersten Titelgewinn seit 29 Jahren. „Es gibt wenig, das man besser machen könnte, das muss ich ehrlich sagen. Aber es ist schon eine Herausforderung, dieses Niveau beizubehalten“, sagt HCG-Coach Skokan stolz, „da spielt uns die gute Atmosphäre im Team in die Karten, wir sind richtig beflügelt, haben großes Vertrauen in unser Spielsystem gewonnen. Aber die Serie ist noch völlig offen.“

Trainer Marcel Skokan hat seit November in Gröden das Sagen. © Matthäus Kostner

Trainer Marcel Skokan hat seit November in Gröden das Sagen. © Matthäus Kostner


Die Furie hätten im ersten Spiel die Meraner Müdigkeit ausgenutzt, „im zweiten Duell waren wir gut vorbereitet, wussten, dass es härter werden würde. Wir haben unsere Kräfte eingeteilt, konsequent mit vier Linien gespielt“, analysierte Skokan.
„Wir müssen den unbedingten Willen zeigen.“ HCM-Assistenztrainer Claudio Rier

Und Meran? Die Adler stehen unter Druck – und das gewaltig. „Es gibt keine Entschuldigungen für die zweite Niederlage. Einige Spieler waren nicht so bereit, wie man das in einem Finale sein müsste. Diesen unbedingten Willen müssen wir jetzt zuhause in Spiel drei zeigen“, sagte Christian Borgatellos Assistent, Claudio Rier. Der erkrankte Samuel Claesson wird voraussichtlich in den HCM-Kader zurückkehren, Pascal Brunner dagegen fehlt weiterhin.

Enrico Larcher (l.) und die Adler sind jetzt gefordert. © Mätthaus Kostner

Enrico Larcher (l.) und die Adler sind jetzt gefordert. © Mätthaus Kostner


Fest steht: Die angeschlagenen Adler können neuerlich auf die Unterstützung ihrer Fans bauen. Die MeranArena wird auch in Spiel drei ein Hexenkessel sein. Wohl auch deshalb richtet Grödens Skokan einen abschließenden Appell an die eigene Fangemeinde: „Ich weiß, der Donnerstag ist ein Arbeitstag, aber ich möchte alle auffordern, uns wieder nach Meran zu begleiten und neuerlich für so eine fantastische Stimmung zu sorgen. Die Jungs haben sich diesen Support verdient.“ Damit hat der slowakische Übungsleiter wahrlich recht.


HC Gherdëina – HC Meran

Spiel 3: Donnerstag (20 Uhr), in Meran
Weitere Spieltermine: 18. April, eventuell 21., 23., 25. April

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