
Gröden knockte den Meister aus Zell am See aus. © matthaeus kostner
Denkwürdig: Gröden und Meran siegen für die Geschichte
Was war das bitte für ein Eishockey-Abend? Der HC Gröden hat seinen ersten Halbfinalsieg überhaupt in der Alps Hockey League eingefahren und den amtierenden Meister regelrecht aus der Halle geschossen. Rund 1.300 Fans waren völlig aus dem Häuschen. Wenig später zog auch noch der HC Meran mit einem verrückten Sieg in Kroatien nach.
28. März 2026
Aus dem Pranives in Wolkenstein

Von:
Alexander Foppa
Zehn lange Jahre mussten die Grödner Eishockeyfans auf diesen Moment warten – jetzt ist es vollbracht! Ihr HCG steht erstmals seit Gründung der Alps Hockey League im Halbfinale, jetzt gibt es auch den ersten Sieg zu bejubeln. Gröden verpasste Zell am See am Samstag eine 5:0-Abfuhr und glich in der Best-of-seven-Serie zum 1:1 aus.
Nachdem der HC Gröden bereits bei der Overtime-Niederlage am Donnerstag am ersten Sieg vorbeigeschrammt ist, fuhr er nun endlich die volle Beute ein. Der unumstrittene Matchwinner dabei: Claes Endre. Der schwedische Jänner-Neuzugang hielt alle 28 Schüsse auf sein Tor und trieb somit seine Fangquote in seinen 19 Einsätzen für den HCG auf über unglaubliche 94 Prozent. Ihn feierten die Zuschauer nach Spielende mit Standing Ovations als Spieler des Spiels.
Sogar der Goalie punktet
Zunächst gebührte die Bühne im Pranives aber Endres Vorderleuten. Geburtstagskind Sacha Guimond schloss einen schnellen Gegenstoß zum 1:0 ab und machte sich somit zu seinem 35. Ehrentag selbst das größte Geschenk (17.). Noch vor der ersten Pause erhöhte Gröden auf 2:0: Einen abgewehrten Schuss von Dmitry Vozovik beförderte der Zeller Verteidiger Kele Staffler ungewollt ins eigene Tor (19.).Wer auf eine Reaktion des Meisters aus dem Salzburger Land wartete, wurde auch in der Folge enttäuscht. Stattdessen galoppierten die Furie weiter entfesselt drauflos. Carmine Buono und Vlastimil Dostalek scheiterten am Pfosten, ehe Doppeltorschütze Vozovik mit einem Blueliner das hochverdiente 3:0 erzielte (37.).
Im Schlussdrittel schienen die Zeller Eisbären gegen die tief stehenden Grödner definitiv mit ihrem Latein am Ende. Und die Hausherren? Sie konterten einfach weiter. In der Schlussphase erhöhte Hannes Kasslatter per Empty Net auf 4:0 (55.). Torhüter Endre hatte ihn mit einem genialen Puck in die Tiefe bedient – und dadurch seinem legendären Abend die Krone aufgesetzt. Kapitän Simon Pitschieler bestellte dann noch den Endstand (56.). Natürlich nach einem Konter.
Merans unglaubliche Aufholjagd
In der zweiten Halbfinalserie der Alps Hockey League zwischen Sisak und Meran hatte ebenfalls das Südtiroler Team das bessere Ende für sich. Meran gewann in der rappelvollen Heimspielstätte von KHL Sisak (2.400 Zuschauer) mit 4:2 – und das mit vier Toren in den letzten zehn Spielminuten.Jakob Fuchs und der HCM haben in der Halbfinalserie gegen Sisak vorgelegt. (BK Photo)
Mit Sisak und Meran duellierten sich zwei absolute Halbfinal-Novizen, wobei die favorisierten Hausherren 50 Minuten lang das klar bessere Team waren. Vito Idzan brachte sie mit einem Doppelpack verdient mit 2:0 in Führung. Doch in der Schlussphase kam Meran – und das wie! Bozens Leihgabe Pascal Brunner und Rasmus Nousiainen glichen binnen vier Minuten zum 2:2 aus. In der 58. Minute fixierte Reid Stefanson die nicht mehr für möglich gehaltene Meraner Führung, ehe Daniel Gellon sogar noch mit einem Schuss ins leere Tor das 4:2 erzielte. Der historische Sieg der Kurstädter war damit unter Dach und Fach.
Für den HC Meran geht es bereits am Sonntag (19.30 Uhr) mit dem nächsten Gastspiel in Sisak weiter. Es ist das zweite Aufeinandertreffen der Serie. Gröden und Zell am See treffen hingegen am Dienstag in Österreich zum dritten Mal aufeinander.
Das Halbfinale der Alps Hockey League:
HC Gherdëina – EK Zell am See 5:0Tore: 1:0 Sacha Guimond (16.41), 2:0 Dmitry Vozovik (18.55), 3:0 Dmitry Vozovik (36.21), 4:0 Hannes Kasslatter (54.16), 5:0 Simon Pitschieler (55.40)
Zuschauer: 1.247
Best-of-7-Serie:
KHL Sisak – HC Meran 2:4
Tore: 1:0 Vito Idzan (27.54), 2:0 Vito Idzan (32.13), 2:1 Pascal Brunner (50.04), 2:2 Rasmus Nousiainen (54.22), 2:3 Reid Stefanson (57.55), 2:4 Daniel Gellon (59.46)
Zuschauer: 2.385
Best-of-7-Serie:
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