
Auf Pascal Brunner (rechts) ruhen die Meraner Hoffnungen. © BK Photo
Mit seinen Kumpels: Pascal Brunner will Meran rocken
Am Samstag startet der HC Meran in seine erste Halbfinalserie in der Alps Hockey League. Die Hoffnungen ruhen dann auch auf Pascal Brunner, der eine paradoxe Situation erlebt.
26. März 2026
Von: det
Am Mittwochabend ist die Saison des HC Bozen auch inoffiziell zu Ende gegangen. Bei einem Umtrunk in der Bar Palaonda im Bauch der Sparkasse Arena haben sich die Cracks nach dem schmerzhaften Viertelfinal-Aus von den Fans verabschiedet. Während es für die meisten HCB-Stars nun also endgültig in den Flieger, in die Heimat, in den Urlaub geht, ist Pascal Brunner noch voll im Playoff-Fieber. Der 23-Jährige wirbelt – genauso wie sein junger Kollege Enrico Larcher – für das Farmteam Meran in der Alps Hockey League. Und dort träumen die Adler von Großem.
Erstmals ist der HCM nämlich ins Halbfinale der AlpsHL eingezogen. In einem packenden Viertelfinale haben die Passerstädter den HC Asiago eliminiert und treffen nun auf KHL Sisak. Weil die Meraner in den vergangenen Tagen von einer Erkrankungswelle heimgesucht wurden, beginnt die Best-of-7-Serie erst am Samstag im 650 Kilometer entfernten Sisak in Kroatien.
Brandgefährlich: Pasci Brunner wirbelt im Meraner Angriff. © BK Photo
Erst die riesige Enttäuschung nach dem HCB-Aus, dann der Halbfinaleinzug mit Meran – und das alles binnen weniger Tage. Für Pascal Brunner ist es eine paradoxe, aber aufregende Situation. „Das Viertelfinal-Aus mit Bozen hat schon sehr weh getan. Aber es muss weitergehen. Ich freue mich, die Chance in Meran bekommen zu haben“, so der waschechte Meraner, der in drei Viertelfinal-Matches gegen Asiago mitgewirkt hat und im Halbfinale zur vollen Verfügung steht.
Mit seinem engen Freund in Meran
„In Meran spiele ich mit vielen Kumpels zusammen, wie etwa Daniel Gellon. Ihn kenne ich schon, seit ich ein kleines Kind war. Er ist einer meiner besten Freunde, im vergangenen Sommer haben wir einen Teil unseres Urlaubs auf Ibiza zusammen verbracht. Es macht schon Spaß, mit ihm und den anderen Jungs zu spielen“, so Brunner.„In Meran hat man nichts zu verlieren, das ist der große Unterschied zu Bozen.“ Pascal Brunner
In der Regular Season ist der HC Meran oft getaumelt, doch nun sind die Adler so etwas wie das Team der Stunde und haben alle überrascht. „Hier spielt jeder für jeden, alle geben Gas. Außerdem sind unser Goalie Andy Bernard und unser Stürmer Reid Stefanson in einer sehr starken Form. Und…“, fügt Brunner an, „in Meran hat man nichts zu verlieren. Das ist der große Unterschied zu Bozen, wo es immer Druck gibt.“
Bozen-Situation und Traum von der WM
Apropos Bozen: Dort erlebte Brunner für sich persönlich ein Wechselbad der Gefühle. Immer wieder ließ er sein großes Talent aufblitzen (vier Tore und drei Assists, so viele wie noch nie), immer wieder wurde er von den Trainern aber übersehen. So wie in den Playoffs, in denen „Paski“ zum Unverständnis vieler größtenteils nur auf der Bank saß. „Natürlich nervt es, wenn man nicht spielen und der Mannschaft helfen kann. Aber das sind Entscheidungen, die nicht in meiner Hand liegen“, so Brunner.Übrigens: Es ist gut möglich, dass die Saison des Meraner Eishockey-Juwels auch nach den Playoffs in der AlpsHL weitergeht. „Nationaltrainer Jukka Jalonen hat mich kontaktiert und möchte mich gerne für das Trainingscamp zur Vorbereitung auf die WM dabei haben.“ Nicht ausgeschlossen, dass Brunner Mitte Mai also zur Weltmeisterschaft in die Schweiz fährt.
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