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Meran schrammte am 3. Sieg in der Serie vorbei. © alpshockeyleague

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Meran schrammte am 3. Sieg in der Serie vorbei. © alpshockeyleague

Overtime-Krimis pur: Meran hadert, Gröden jauchzt

In den Halbfinal-Serien der Alps Hockey League war am Samstagabend Spannung bis zum Schluss garantiert. Sowohl der HC Meran als auch der HC Gröden lieferten sich in Spiel 5 packende Auswärtspartien, in denen die Entscheidung jeweils erst nach einer dramatischen Schlussphase fiel.

Der HC Meran hat in Spiel 5 der Halbfinal-Serie der Alps Hockey League eine bittere Niederlage einstecken müssen. Die Adler unterlagen am Samstagabend auswärts bei KHL Sisak nach großem Kampf mit 3:4 nach Overtime und gerieten in der Best-of-7-Serie damit mit 2:3 in Rückstand. Besonders schmerzhaft aus Sicht der Passerstädter: Bis 52 Sekunden vor Schluss hatte Meran mit 3:2 geführt, ehe die Kroaten die Partie doch noch in die Verlängerung retteten und dort zuschlugen.


Die Partie war von Beginn an ausgeglichen, temporeich und äußerst hitzig. Im ersten Drittel erarbeiteten sich beide Mannschaften gute Chancen, wobei vor allem Andreas Bernard mit mehreren starken Paraden herausragte. Auch im zweiten Abschnitt ging es mit viel Intensität weiter, ehe Sisak durch Vito Idzan in Führung ging (27.): Nach starkem Forechecking der Kroaten brachte Fran Zavrski einen scharfen Pass zur Mitte, wo Idzan alleine vor Bernard die Nerven behielt, den Meraner Schlussmann verlud und die Scheibe sehenswert durch dessen Beine zum 1:0 einschob.

Meran legt zu

Meran schlug aber spät im Mitteldrittel doppelt zurück: Zunächst traf Daniel Gellon im Powerplay zum 1:1 (37.), nachdem er die Scheibe vor dem Tor in bester Goalgetter-Manier in die Maschen setzte. Nur 58 Sekunden später landete ein Fehlpass der Hausherren auf dem Schläger von Samuel Claesson, der mit einem wunderschönen Handgelenksschuss auf 2:1 für die Adler stellte (38.).

Auch am Samstag ging es ordentlich zur Sache. © alpshockeyleague

Auch am Samstag ging es ordentlich zur Sache. © alpshockeyleague


Auch im Schlussdrittel blieb das Spiel dramatisch. Sisak glich durch Tjas Lesnicar nach einem Abpraller von Bernard zum 2:2 aus (43.), doch erneut hatte Meran die passende Antwort parat: Im Powerplay brachte Jakob Fuchs die Adler wieder mit 3:2 in Führung (46.). Als Sisak 52 Sekunden vor Schluss alles riskierte und den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, retteten sich die Kroaten tatsächlich noch in die Verlängerung: Daniila Larionovs fälschte einen Schuss von der blauen Linie entscheidend zum 3:3 ab.

Dort wurde dann das Meraner Eishockey-Herz vollends gebrochen. Nachdem die Sisak-Offensive eine 3-gegen-1-Möglichkeit noch ausließ, kam der Puck irgendwie nochmals vor das Tor von Bernard. Dort stand Kim Sang Yeob goldrichtig, der die Scheibe zwischen die Schoner des Adler-Keepers über die Linie stocherte – und die kroatischen Fans ausflippen ließ. Damit führt Sisak nun in der Serie mit 3:2 und hat am Dienstag in Meran die Chance, in das Finale einzuziehen.

Gröden auf Wolke 7

Auch im zweiten Halbfinale der Alps Hockey League musste am Samstagabend in Spiel 5 die Verlängerung herhalten. Zwischen den Zeller Eisbären und dem HC Gröden stand es nach 60 Minuten 3:3, nachdem die Best-of-7-Serie vor der Partie wie bei Meran ebenfalls bei 2:2 gestanden hatte. Die Ladiner bewiesen dabei vor allem im Schlussdrittel starke Moral und sicherten sich am Ende doch noch den Sieg.

Gröden gab nie auf und belohnte sich schlussendlich. © Matthäus Kostner

Gröden gab nie auf und belohnte sich schlussendlich. © Matthäus Kostner


Gröden geriet in Zell am See zunächst mit 0:2 in Rückstand, kämpfte sich im Mittelabschnitt aber eindrucksvoll zurück und verkürzte zunächst durch Luke Moncada auf 1:2. Im Schlussdrittel gelang der Furie dann durch Davide Schiavone sogar der 2:2-Ausgleich, ehe die Gastgeber durch Alexander Lahoda neuerlich mit 3:2 vorlegten. Doch Gröden zeigte erneut Moral: Luke Moncada traf in der 59. Minute noch zum 3:3, sodass die Entscheidung in die Overtime vertagt wurde.

Dort hatte Gröden dann das bessere Ende für sich. Sacha Guimond erzielte nach einer knappen Viertelstunde den Treffer zum 4:3 (77.) und schoss die Ladiner damit zum Auswärtssieg. Die Furie holten sich so den Matchpuck und können am Dienstag vor eigenem Publikum den Finaleinzug perfekt machen.

Alps-Playoffs, Spiel 6

KHL Sisak – HC Meran 4:3 n.V.
Tore: 1:0 Idzan (26.14), 1:1 Gellon (36.41), 1:2 Claesson (37.39), 2:2 Lesnicar (42.39), 2:3 Fuchs (45.22), 3:3 Larionovs (59.08), 4:3 Yeob (62.14)
Zuschauer: 2727
Best-of-7-Serie: 3:2

Zell am See – HC Gröden 3:4 n.V.
Tore: 1:0 Rappold (8.39), 2:0 Szypula (36.53), 2:1 Moncada (39.34), 2:2 Schiavone (44.35), 3:2 Lahoda (49.24), 3:3 Moncada (58.50), 3:4 Guimund (76.27)
Zuschauer: 2867
Best-of-7-Serie: 2:3

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