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Claes Endre im Tor der Grödner war der Mann des Spiels. © EC Red Bull Salzburg / Heiko Mandl

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Claes Endre im Tor der Grödner war der Mann des Spiels. © EC Red Bull Salzburg / Heiko Mandl

Overtime-Wahnsinn: Endre hievt Gröden ins Halbfinale

Der HC Gröden setzte sich im alles entscheidenden siebten Viertelfinal-Spiel der AlpsHL-Playoffs bei den Red Bull Juniors nach Verlängerung mit 3:2 durch und löste damit trotz spätem Rückschlag das Halbfinal-Ticket.

Was für ein Krimi! Der HC Gherdëina hat das alles entscheidende siebte Viertelfinalspiel bei den Red Bull Juniors nach Verlängerung mit 3:2 gewonnen und damit doch noch den Einzug ins Halbfinale der AlpsHL-Playoffs geschafft. Die Ladiner hatten in der Serie bereits mit 3:1 geführt, dann aber zwei herbe Niederlagen mit 2:6 und 2:9 kassiert und mussten deshalb in der Salzburger Eisarena zum ultimativen Showdown antreten. Umso bemerkenswerter: Gröden setzte sich trotz des Ausfalls von Topscorer Vlastimil Dostalek durch, der nach seinem Check gegen den Kopf in Spiel sechs gesperrt fehlte.


Die Tore für die Furie erzielten Simon Pitschieler (28.21), Hannes Kasslatter (46.26) und Matteo Luisetti, der die Entscheidung in der Overtime besorgte (76.05). Der Mann des Spiels war aber Claes Endre: Der Grödner Schlussmann bekam insgesamt 64 Schüsse auf seinen Kasten, ließ sich nur zweimal bezwingen und hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden, vor allem in der Verlängerung, immer wieder im Spiel.

Eine Partie auf Messers Schneide

Nach einem nervösen und chancenarmen ersten Drittel nahm die Partie im Mitteldrittel deutlich Fahrt auf, doch der Puck wollte zunächst einfach nicht über die Linie. Dann schlug Gröden zu: Die Rot-Blauen setzten sich im Angriffsdrittel fest und Pitschieler brachte die Furie mit 1:0 in Führung (28.21). Der Treffer rüttelte beide Mannschaften wach, die Partie wurde offener, doch zunächst blieben die Torhüter Herr der Lage.

Im Schlussabschnitt meldeten sich die Jung-Bullen aber früh zurück: Luca Kogler überwand Endre nach zuvor 32 erfolglosen Versuchen und stellte auf 1:1 (41.11). Die Partie blieb völlig offen, ehe Hannes Kasslatter die Scheibe mit einem Strahl zur 2:1-Führung in die Maschen jagte (46.26). Als die Furie bereits am Halbfinale schnupperten, schlug Salzburg aber noch einmal zurück: 1.14 Minuten vor Schluss traf Maxim Eliseev zum 2:2 und zwang Gröden in die Verlängerung.

Luisettis goldener Treffer

Dort hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten, die Kräfte schwanden, die Spannung stieg. Besonders brenzlig wurde es, als Eliseev einen Penaltyschuss herausholte, Endre aber auch diese Riesenchance souverän vereitelte. Gröden überstand in der Overtime zudem noch zwei Unterzahlsituationen, und schlug dann eiskalt zu. Die Furie setzten sich im Salzburger Drittel fest, kombinierten sich vors Tor und schließlich fand ein Abschluss von Matteo Luisetti in einem Gewühl den Weg über die Linie (76.05). Es war das Tor zum 3:2 und der Treffer, der Gröden ins Halbfinale schoss.

Dort geht es dann ab Donnerstag weiter. Zwei Südtiroler Mannschaften spielen in der Runde der besten 4 noch um den Titel: Gröden trifft auf Zell am See, während Meran gegen Sisak spielt.

AlpsHL: Playoff-Viertelfinale, Spiel 7

Red Bull Hockey Juniors – HC Gröden 2:3 n.V
Tore: 0:1 Pitschieler (28.21), 1:1 Kogler (41.11), 1:2 Kasslatter (46.26), 2:2 Elissev (59.25), 2:3 Luisetti (76.05)
Zuschauer: 512
Stand in der Serie: 3:4

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