
Erstmals holte sich der HCG den Titel in der Alps-HL © Mattheus Kostner
Rückblick | Das Märchen des HC Gröden
Vor etwas mehr als einer Woche kürte sich der HC Gröden erstmals zum Meister der Alps Hockey League. Zusammen mit Kapitän Simon Pitschieler blickt SportNews auf die grandiose Saison der Ladiner zurück.
27. April 2026
Von: kei
Die Saison 2025/26 begann für die Grödner zunächst vielversprechend. In den ersten sechs Partien war der HCG vor allem defensiv kaum zu schlagen und feierte nicht weniger als vier Siege in sechs Begegnungen. Anschließend folgte ein tiefes Loch, das am 22. November seinen Höhepunkt fand. Mit einer 2:6-Klatsche gegen die Wipptal Broncos mussten sich Simon Pitschieler & Co. nämlich zum zehnten Mal in den letzten elf Partien geschlagen geben.
In der Tabelle steckte man tief im Keller fest und kämpfte mit den Unterland Cavaliers um die Rote Laterne. Im Tal der Holzschnitzer folgten daraufhin zwei wichtige Veränderungen. Mit Marcel Skokan, Vlastimil Dostalek und Claes Endre wurde sowohl an der Bande als auch auf dem Feld aufgerüstet – und das wie!
Zu Beginn der Saison lief nicht alles rund. © Mattheus Kostner
Die Ladiner waren nur wenige Wochen später kaum wiederzuerkennen und begannen, erfolgreiches Eishockey zu praktizieren. Die Folge war eine bärenstarke Zwischenrunde und die erfolgreiche Qualifikation für das Viertelfinale. Simon Pitschieler beschrieb die Zeit um den Jahreswechsel wie folgt: „Durch die Veränderungen im Team kehrte schnell eine neue Euphorie zurück und auch die Motivation der Spieler stieg massiv an.“
Im Viertelfinale gegen die Jungbullen führte man in der Serie bereits mit 3:1, am Ende benötigte es jedoch den entscheidenden Overtimetreffer von Matteo Luisetti in Spiel 7, um den Einzug in das Halbfinale perfekt zu machen. In der Vorschlussrunde trafen die Südtiroler dann auf das anscheinend übermächtige Zell am See. Mit grandiosen Auftritten in den heimischen vier Wänden und einem Auswärtssieg im Pinzgau machte der HCG das Unmögliche möglich und zog erstmals ins Finale ein.
Kapitän Simon Pitschieler nimmt den Pokal entgegen © Mattheus Kostner
Gegen den Überraschungsgegner aus Meran machte der spätere Meister dann kurzen Prozess und sicherte sich in vier Partien und mit einer Tordifferenz von +12 (!) den ersten Titel in der grenzübergreifenden Meisterschaft. Anschließend gab es in Wolkenstein kein Halten mehr und es wurde die gesamte Nacht gefeiert. „Es ging alles so schnell. Es war ein unglaubliches Gefühl, den Meistertitel in der heimischen Arena zu feiern, und es erfüllt mich mit viel Stolz“, so Pitschieler über die Stunden danach.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)