
Der HC Meran hat einen hart erkämpften und zugleich umjubelten Sieg eingefahren. © BK Photo
Südtiroler Finale! Meran macht es wie Gröden
Das gab es noch nie: Ab Samstag werden zwei Teams aus Südtirol den Meister der Alps Hockey League ermitteln. Der HC Meran machte das Traum-Finale mit einem heldenhaften Sieg in Kroatien perfekt.
09. April 2026
Von: fop
Der HC Meran hat am Donnerstagabend im Hexenkessel von Sisak einen 3:2-Sieg eingefahren und damit die Halbfinalserie im alles entscheidenden siebten Spiel für sich entschieden. Danach kannte der Jubel bei den Kurstädtern keine Grenzen mehr.
Der Eishockeyabend in Kroatien war einer für die Geschichtsbücher – für Südtirol, aber auch für die gesamte Liga. Es ist nämlich eine spezielle Finalkonstellation. Im zehnten Jahr der Alps Hockey League kommt es erstmals zum Titelduell zwischen zwei Südtiroler Teams, zeitgleich stehen sich der Zehnte des Grunddurchgangs (Meran) und der Elfte (Gröden) in der letzten Runde gegenüber. Auch das ist einzigartig! Und da wäre noch eine Premiere: Beide Teams haben es in der AlpsHL überhaupt noch nie so weit geschafft.
Nousiainen als Alleinunterhalter
Meran ging das Alles-oder-nichts-Spiel ohne drei wichtige Spieler an. Neben Reid Stefanson und Alexander Egger fehlte auch Pascal Brunner, dessen Saison wegen einer Schulterverletzung wohl vorbei sein dürfte. Nichtsdestotrotz waren die Adler – wie schon in den letzten Spielen – anfangs das bessere, gefährlichere Team. Wobei dies in erster Linie der Verdienst eines Mannes war: Rasmus Nousiainen.Rasmus Nousiainen brachte Meran auf die Siegerstraße. © BK Photo
Der 21 Jahre alte Finne war im ersten Drittel der Alleinunterhalter. Mit einer Solo-Tour durchs gesamte Angriffsdrittel und einem Sonntagsschuss ins Kreuzeck eröffnete er den Torreigen (13.). Gleich danach setzte er den um ein Jahr älteren Vinschger Jakob Fuchs ins Szene, der die Scheibe mustergültig ins Netz beförderte – 2:0 (15.). Danach traf Nousiainen auch noch die Querlatte (18.).
Im zweiten Drittel legte Sisak – angepeitscht von 2.300 heißblütigen Fans – gleich einige Schippen drauf und verkürzte folgerichtig durch Kim Sang-Yeob auf 1:2 (24.). Allerdings hatte Meran die passende Antwort: Nach einem wilden Scheibenverlust von Nejc Brus rollte ein Meraner Drei-Mann-Konter los, an dessen Ende Brayden Sherbinin zum 3:1 einnetzte (32.). Ausgerechnet Brus war es dann, der mit seinem Anschlusstor in der Schlussphase nochmal für Spannung sorgte (53.). Am Ende aber hielt Goalie Andreas Bernard, der 48 von 50 Schüssen parierte, den Gästesieg fest.
Los geht's am Samstag in Meran
Mit dem Halbfinaltriumph gegen den Tabellenzweiten der Regular Season setzt Meran seinen ungeahnten Erfolgslauf fort. Dieser führt den Traditionsklub nun erstmals seit fünf Jahren wieder in ein Meisterschaftsfinale. Letztmals trat der HCM im Jahr 2021 in der tieferklassigen IHL gegen Kaltern in einem Endspiel an. Damals wie heute ist der Gegner ein Südtiroler Team. Jetzt wartet am Samstag in Spiel 1 in der MeranArena der HC Gröden als finaler Kontrahent.Das Halbfinale der Alps Hockey League:
KHL Sisak – HC Meran 2:3Tore: 0:1 Nousiainen (12.50), 0:2 Fuchs (14.25), 1:2 Sang-Yeob (23.45), 1:3 Sherbinin (31.36), 2:3 Brus (52.39)
Zuschauer: 2.300
Endstand Serie: 3:4
EK Zell am See – HC Gherdeina
Endstand Serie: 2:4
Finaltermine: 11., 14., 16., 18. April, eventuell 21., 23., 25. April
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