
Die Wipptal Broncos erreichten zum sechsten Mal in Folge die Playoffs der Alps Hockey League © Oskar Brunner
Wipptal Broncos | Wenn die Masterround zum Verhängnis wird
Die Saison der Wipptal Broncos endete im Viertelfinale der Alps Hockey League. Gegen den amtierenden Meister und klaren Topfavoriten aus Zell am See mussten die Wildpferde die Segel streichen. Zusammen mit Präsident Stefan Troyer wirft SportNews einen Blick auf die vergangene Meisterschaft zurück.
25. März 2026
Von: kei
Der Sommer verlief im Wipptal ziemlich ruhig und es gab nur wenige Veränderungen im Verhältnis zur Vorsaison. Zwar wurden einzelne Importspieler ausgetauscht, doch ein Großteil des Rosters blieb gleich. Dementsprechend fanden die Wildpferde auch gut in die neue Spielzeit und konnten in den ersten fünf Begegnungen vier Siege einfahren.
Anschließend folgte das mittlerweile traditionelle Oktoberloch der Blau-Weißen. Zwischen dem 9. Oktober und dem 15. November verließen Eisendle & Co. das Eis nur einmal als Sieger, nämlich gegen den „Lieblingsgegner“ aus Sisak. Im Anschluss fanden die Fuggerstädter wieder in die richtige Spur und kämpften sich aus dem Tabellenkeller hoch und kämpften spätestens ab Weihnachten um einen Platz in der Masterround.
Vorzeitige Qualifikation für die Playoffs
Trotz der harten Konkurrenz aus Klobenstein, dem Bregenzerwald und Kitzbühel gelang den Broncos am Ende der Einzug in die Top-5 und somit die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale der Playoffs. Außerdem qualifizierten sich die Jungs von Coach Johan Sjöquist für das Halbfinale der Italienmeisterschaft, welches als Vorbereitungsturnier in der Santa Giulia Ice Hockey Arena (Mailand) ausgetragen wurde. In einem harten Fight zogen die Wipptaler gegen die Rittner Buam knapp den Kürzeren und verpassten den erstmaligen Finaleinzug.Gegen Asiago lieferten sich die Wildpferde immer wieder heiße Duelle © Oskar Brunner
In der Masterround der Alps Hockey League fielen die Südtiroler dann wieder in ein tiefes Loch und konnten gegen die Top-Teams der Liga nur selten mithalten, geschweige denn gewinnen. Am Ende der Zwischenrunde lagen die Wipptal Broncos auf dem fünften Platz und verpassten somit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. Damit jedoch nicht genug: Aufgrund der verpatzten Duelle gegen die Übermannschaft aus Zell am See, entschieden sich die Pinzgauer dazu, die tabellarisch stärkste Mannschaft der Liga zu picken.
Gegen Zell am See war Schluss © BRUNNER 2025\26
Am Ende boten die Wildpferde zwar eine grandiose Serie gegen die Salzburger, doch die höhere Qualität auf dem Eis konnte sich schlussendlich durchsetzen. Auf Nachfrage von SportNews antwortete Präsident Stefan Troyer wie folgt: „Es war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Wir waren alle sehr überrascht, dass sich Zell am See für das bestplatzierte Team entschieden hat. Ich denke, unsere schwache Masterround hat hier den Ausschlag gegeben. Insgesamt haben wir unsere Saisonziele allerdings erreicht.“
Durch das Ausscheiden der Wipptal Broncos könnte eine mittlerweile unglaubliche Serie ihre Fortsetzung finden: In den letzten fünf Jahren kürte sich stets der Bezwinger der Wipptal Broncos zum Meister der Alps Hockey League. Mit Zell am See stehen die Chancen gut, dass dies auch zum sechsten Mal in Folge passieren könnte.
Wie geht es weiter?
Nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison. Obwohl sich die Fans der Broncos noch lange auf die neue Meisterschaft gedulden müssen, arbeiten die Entscheidungsträger im Hintergrund schon eifrig an der Mannschaft der Zukunft. Mehr wollte Troyer dazu jedoch nicht sagen, da die Gespräche erst vor Kurzem begonnen hätten und es noch nichts Spruchreifes gebe.Profil bearbeiten
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