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Marco Insam wird wieder im Bozner Trikot jubeln. © APA/epa / EXPA/REINHARD EISENBAUER

Er ist wieder da: Marco Insam unterschreibt in Bozen!

Der HCB Südtirol Alperia hat seinen Königstransfer dieses Sommers. Es ist kein kanadischer Torjäger, kein skandinavischer Abwehrriese und auch kein osteuropäischer Ausnahmekönner im Tor. Es ist Marco Insam, der verlorene Sohn, der die Träume vieler weiß-roter Fans wahrwerden lässt.

Insam gilt als einer der besten Stürmer, den das italienische Eishockey in den letzten beiden Jahrzehnten hervorgebracht hat. Bis 2017 lief er sieben Spielzeiten in Folge für den HC Bozen auf, ehe es ihn in die höchste finnische Liga zog. Nach nur einem Jahr in Skandinavien ist der Grödner zurück in seiner Heimat. Insam hat in Bozen einen Vertrag bis Sommer 2019 unterschrieben. Er soll nicht nur mit seinem Einsatzwillen und seiner Schussstärke auf dem Eis eine Führungsrolle einnehmen, sondern als Leader mannschaftsintern vorangehen und so den Abgang von Kapitän Alex Egger kompensieren.

„Ich werden Anton in der Kabine unterstützen“
Seiner Schlüsselfunktion ist sich Insam durchaus bewusst. „Es wird die erste Saison ohne Alexander Egger und die erste mit Anton Bernard als Kapitän sein. Ich habe mich mit Alex gefreut, dass er seine Karriere mit dem Meistertitel beenden konnte. Zugleich tut es mir Leid, dass ich nicht mehr mit ihm zusammenspielen kann“, so Insam, der ergänzend hinzufügt: „Ich freue mich aber für Anton und werde ihn ohne Zweifel in der Kabine unterstützen“.
„Das Jahr in Finnland hat mir geholfen“
Darüber hinaus hat sich der Stürmer vorgenommen, seine Erfahrung aus dem Finnland-Abenteuer bei seinem neuen-alten Arbeitgeber einzubringen: „Das Jahr in Finnland hat mir sehr geholfen, die dortige Meisterschaft ist nämlich von einem höheren Rhythmus, Taktik und Technik geprägt und ich hoffe daher, in Bozen das einzubringen, was ich dort gelernt habe.“

Insam geht in seine 8. HCB-Saison

Der heute 29-Jährige (188 cm x 92 kg) begann seien Laufbahn in der Jugend von Mailand, wechselte aber früh nach Nordamerika, wo er sich zunächst in der SMHL bei den Notre Dame Hounds versuchte, um seine Ausbildung später in der Ontario Hockey League in den Reihen der Niagara IceDogs fortzusetzen. Im Jahr 2010 kam der Nationspieler schließlich nach Bozen. Insgesamt 385 Spiele bestritt er für die Foxes, bejubelte einen Italienmeistertitel, einen italienischen Supercup und den EBEL-Triumph im Jahr 2014.

Marco Insam (r.) verbuchte bei Ässät 21 Skorerpunkte. © Tomi Vastamäki

Zu Beginn der abgelaufenen Saison wagte er schließlich den Sprung zum finnischen Erstligisten Porin Ässät, der in zunächst mit einem Try-Out-Vertrag ausstattete und schließlich fest unter Vertrag nahm. Obwohl Insam in 66 Liiga-Begegnungen 9 Tore und 12 Vorlagen verbuchte, wurde sein Arbeitspapier am Ende der Spielzeit nicht verlängert. Gut für die Bozner Fans, die ihrem Liebling somit ab Ende August wieder in der Eiswelle zujubeln dürfen.

In Bozen könnte Insam schon bald auf seinen ehemaligen Ässät-Kapitän Matti Kuparinen treffen, der am Mittwoch via Twitter einen möglichen Wechsel zum EBEL-Meister angedeutet hat ( SportNews berichtete).



Autor: fop

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