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Der HC Bozen trägt seit 1994 seine Heimspiele in der Eiswelle aus. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Ist die Eiswelle bald Geschichte?

Die Sportanlange mit der höchsten Zuschauerkapazität in der Region und Heimstätte des HC Bozen sorgt mal wieder für Gesprächsstoff. Ein Neubau ist zwar vom Tisch, der Name Eiswelle könnte aber dennoch in Kürze verschwinden.

Das Eisstadion in Bozen-Süd wurde vor 26 Jahren anlässlich der Eishockey-Weltmeisterschaft in Italien eröffnet. Seitdem dient sie als Heimstätte des HC Bozen, dessen EBEL-Spiele bis zu 7.200 Fans verfolgen können. Bei Konzerten oder anderen Veranstaltungen steigt das Fassungsvermögen sogar auf mehr als 8.000 Zuschauer. Und seit jeher trägt diese Halle den Namen Eiswelle.

Dieser könnte jedoch schon bald nur mehr in Geschichtsbüchern aufscheinen. Die Stadtgemeinde Bozen hält nämlich nach einem Sponsor Ausschau, der die Namensrechte an der Eiswelle erwerben soll. Dadurch soll ein Teil der Betriebskosten gedeckt werden, denn die Eiswelle frisst der Stadt jährlich ein Loch von rund 600.000 Euro in die Kassen. „Ein Verlust in dieser Größenordnung ist kaum vermeidbar, da wir den Vereinen mit der Platzmiete entgegenkommen wollen. Immerhin gilt es den Sport, und speziell jenen der Jugendlichen, zu fördern“, so wird Sportstadtrat Angelo Gennaccaro in der Dienstagausgabe der Tageszeitung Alto Adige zitiert.


Die Eiswelle wird noch bis zum 31. Oktober 2020 von der gemeindeeigenen Gesellschaft SEAB geführt. Dieser Vertrag dürfte in Kürze verlängert werden, wenngleich eine öffentliche Ausschreibung weiter im Raum steht. Unabhängig davon soll die Suche nach einem Namenssponsor die nächsten Wochen voll anlaufen.


Autor: fop

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