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Doppelstaatsbürger Dan Catenacci könnte aufgrund seiner Nachwuchs-Länderspiele für Kanada künftig mehr Punkte zählen als bisher. © V. Antonello

Klage droht: HC Bozen & Co. blitzen mit Ausnahme-Gesuch ab

Seit einigen Tagen steht fest, wie die neue Ausländer-Regelung in der ICE Hockey League aussieht. Jetzt sind bereits die ersten Streitereien an die Öffentlichkeit gedrungen. Betroffen ist der HC Bozen – aber nicht nur.

Die Doppelstaatsbürger-Causa hat in der ICE hohe Wellen geschlagen. Auf Drängen einiger Vereine wurde eine neue Regelung gefunden, die als Kompromiss bezeichnet werden kann ( hier geht’s zumSportNews-Artikel über die neue Richtlinie). Für einige ICE-Spieler, darunter Cracks des HC Bozen, sollte es eine Ausnahme-Genehmigung geben – doch der Antrag wurde abgelehnt.


Künftig muss ein ICE-Profi aus Übersee über 480 Tage in Italien (oder einem anderen Teilnehmerland) gespielt haben, um als Doppelstaatsbürger zu gelten. Für jene Spieler, die schon im Vorjahr und damit vor Inkrafttreten dieser Regel in die Liga gewechselt sind, sollte eine Ausnahme-Genehmigung erreicht werden, wie der Wiener Scout Bernd Freimüller preisgab. Weil diese abgelehnt wurde, droht der ICE jetzt eine Klage von den betroffenen Klubs.

Die Lage bei Bozen, Salzburg und Pustertal
Darunter ist nicht nur der HC Bozen. Auch Salzburg wollte für den Eppaner Peter Hochkofler eine solche Ausnahme-Regelung erreichen, scheiterte allerdings ebenfalls. Bei den Foxes wären – unabhängig von möglichen Vertragsverlängerungen, die der HCB noch nicht bekannt gegeben hat – u.a. Dylan Di Perna, Matteo Pietroniro oder Dustin Gazley betroffen. Auch Dan Catenacci, der in seiner Jugendzeit einige Länderspiele für Kanada bestritten hat, würde künftig mehr Punkte im Roster einnehmen.

Peter Hochkofler steht seit 2015 in Salzburg unter Vertrag, bekam aber auch keine Ausnahme-Genehmigung. © APA / EXPA/JFK

Fehervar hatte ebenfalls einige Doppelstaatsbürger im Kader und vereinzelt gab es auch bei österreichischen Vereinen welche. Der HC Pustertal hat für die laufende Saison noch keinen betroffenen Doppelstaatsbürger im Kader. Der italienische Nationalspieler Anthony Bardaro, der vom HCB nach Bruneck gewechselt ist, fällt durch seine Profizeit in Bozen und der AlpsHL nicht unter die Regelung.

Schlagwörter: Eishockey

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