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Offensiv verbessert: Raphael Andergassen und Reece Willcox. © Optic Rapid

Letzte Partie im Rienzstadion: HCP unterliegt VSV

Das vorletzte Testspiel des HC Pustertal war ein ganz besonderes, schließlich stellte es das letzte Aufeinandertreffen im altehrwürdigen Rienzstadion dar, welches beim ersten Heimspiel der ICE Hockey League-Saison der brandneuen Intercable-Arena weichen wird.

Beim 3:5 zeigten sich die Wölfe offensiv effektiver als zuletzt. Unter anderem durch Ausfälle und einige Aussetzer begünstigt, stand man defensiv jedoch weniger solide.


Ein letztes Mal konnten Fans die Atmosphäre der Kultstätte aufsaugen. Seit 1971 war die bitterkalte (weil teils offene) aber stimmungsvolle Stehplatzarena die Heimat der Wölfe und vieler Eishockeybegeisterter über das Pustertal hinaus. Passenderweise kamen anlässlich der ausgerufenen „Fan Vintage Night“ zahlreiche Anhänger mit alten Trikots und Fanartikeln ins Stadion. Die Mannschaft wurde nach „Patzas“ letzter Pre-Game-Show stimmgewaltig unterstützt.

Mit dem rundum verstärkten VSV war ein echter Prüfstein zu Gast. Die Kärtner hatten sich während des Sommer-Transferfensters vor allem bei den ligainternen Konkurrenten bedient und traten mit Ausnahme des zweiten Tormanns Alexander Schmidt ( Sportnews berichtete über seine Verletzung) vollzählig an. Beim HC Pustertal fehlten Ivan Althuber, Brad Morrison, Davide Conci, Yuri Cristellon, Ivan Deluca und Shane Hanna angeschlagen.

Spiel lebt von Emotionen
Die Wölfe begannen konzentriert. Nach einem Puckgewinn von Dante Hannoun blieb Bernard zunächst gegen Stukel Sieger, doch Zach Buddish netzte den Abpraller ein. Wenig später gingen nach einem nicht geahndeten Check gegen Daniel Glira kurz die Wogen hoch. Besonders aktiv war dabei der in Bozen bestens bekannte Kevin Moderer. Im folgenden HCP-Powerplay glänze vor allem VSV-Torhüter Andreas Bernard.

Nach einem leichtfertigen Scheibenverlust der Wölfe in der eigenen Zone kamen die Kärntner durch Karlsson zum Ausgleich. Nun ging ein Ruck durch die Villacher Mannschaft und man kontrollierte die neutrale Zone, sodass es nicht lange dauerte, bis der VSV mit einem nicht unhaltbaren Schuss von der blauen Linie zur Stelle war. Stukel prüfte daraufhin noch Bernard, als es vor Drittelende Joel Broda besser machte und nach einem Querpass vor Sholl zum Erfolg kam.

Wölfe fangen sich erst nach Hälfte des Spiels
Zu Beginn des zweiten Drittels war es erneut Broda, der den unglücklichen Sholl halbverdeckt erwischte. Villach ließ nun unter der Regie von John Hughes, der nie zu halten war, Puck und Schwarzgelbe laufen. Wie aus dem Nichts war Reece Willcox aus halber Distanz zur Stelle. Das Aufbäumen dauerte nur kurz: Nach einem großzügigen Rebound von Sholl brauchte Karlsson nur mehr einzuschieben. Anschließend bot Bardaro nach einem Foul Zauner noch zum Tanz. Im folgenden Powerplay veredelte Harju einen schönen Hannoun-Querpass. Nun fing sich Pustertal etwas und war zurück im Spiel.

Im letzten Abschnitt folgten einzelne Chancen auf beiden Seiten. Pustertal zeigte sich charakter- und kampfstark. Dank einigen starken Paraden des plötzlich bärenstarken Tomas Sholl blieb es beim 3:5.
HC Pustertal – EC Grand Immo VSV 3:5
HCP: Sholl (Stoll); Glira-Kristensen, Ikonen-Willcox, Caruso-Hofer; Stukel-Hannoun-Budish, Mantinger-Harju-Bardaro, Deluca S., Berger, De Lorenzo, Andergassen-Traversa-Zecchetto
Coach: Luciano Basile

VSV: Bernard (Troha); Fraser-Brunner, Flemming-Lindner, Joslin-Zauner, Bacher-Urbanek; Karlsson-Collins-Hughes, Richter-Schofield-Kosmachuck, Rebernig-Broda-Krastenbergs, Wohlfahrt-Maxa, Moderer
Coach: Rob Daum

Tore: 1:0 Budish (03:38), 1:1 Karlsson (10:31), 1:2 Lindner (14:54), 1:3 Broda (17:46), 1:4 Broda (21:00), 2:4 Willcox (25:41), 2:5 Karlsson (28:04), 3:5 Harju (35:03).

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