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Der US-Amerikaner Ryan Zapolski ist der neue Torhüter der Vienna Capitals © APA/afp / BRENDAN SMIALOWSKI

Olympia-Goalie & NHL-Haudegen: Diese Stars kommen in die EBEL

In der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) sind rund zwei Monate vor dem ersten Puckeinwurf schon eine Vielzahl von Transfers über die Bühne gegangen. Während der HC Bozen gewohnt spät ins Transfergeschehen eingestiegen ist, haben andere Top-Teams ihren Kader fast komplett beisammen. An namhaften Neuzugängen mangelt es dabei nicht – ganz im Gegenteil.

Besonders ins Auge stechen die Mannschaften der „Großen Drei“ der Liga, nämlich jene von Klagenfurt, Wien und Salzburg. Während der KAC das Grundgerüst des Meisterkaders zusammenhalten konnte, sorgten die Capitals sowie die Roten Bullen mit gar einigen Spitzentransfers für Aufsehen.

Titelträger Klagenfurt verlängerte das Arbeitspapier aller namhaften Spieler und ist auch im kommenden Jahr dank der Präsenz von Ausnahmekönner wie Lars Haugen, David Fischer, Adam Comrie, Nick Petersen oder Andrew Kozek in allen Mannschaftsteilen stark besetzt. Auch der einheimische Stamm um die erfahrenen Akteure Stefan & Manuel Geier sowie Kapitän Thomas Koch ist weiter mit an Bord. Zudem holten die Rotjacken mit Manuel Ganahl und Lukas Haudum zwei der besten Österreicher Stürmer nach Kärnten – mit dem amtierenden Meister ist somit auch in der neuen Saison absolut zu rechnen.

Der Großteil des KAC-Meisterkaders bleibt zusammen © APA / GERT EGGENBERGER

Bei Vizemeister Wien steht der Königstransfer zwischen den Pfosten. Nachdem Stammtorhüter Jean-Philippe Lamoureux die Capitals Richtung Salzburg verließ, wurde als Ersatz niemand Geringeres als Ryan Zapolski verpflichtet. Der US-Amerikaner kam 2018 bei allen fünf Olympia-Partien der USA zum Einsatz und lief zuletzt jahrelang in der KHL auf. Neben Zapolski haben sich die Caps einige weitere Hochkaräter geangelt: Mit den Abwehrspielern Mark Flood und Brenden Kichton sowie Flügelstürmer Kyle Baun kommt die Erfahrung von insgesamt 915 AHL- und 44 NHL-Partien in die österreichische Hauptstadt. Zudem verstärkten sich die Wiener mit bekannten Gesichtern aus der EBEL – die Angreifer C.J. Stretch (Znojmo), Ty Loney (Graz) und Henrik Neubauer (Dornbirn) sind fortan allesamt in Wien-Kagran zuhause.

Wien-Stammgoalie Jean-Philippe Lamoureux (li.) wechselt nach Salzburg © APA / HERBERT PFARRHOFER

Die auf dem Papier klingendsten Namen lotste Vorjahres-Halbfinalist Salzburg in die EBEL. Die Roten Bullen wilderten vor allem in der DEL und verpflichteten gleich drei Akteure aus der ersten deutschen Liga. Mit Abwehrmann Brendan Mikkelson (131 NHL- und 329 AHL-Partien) und Flügelstürmer Chad Kolarik (6 NHL- sowie 277 AHL-Einsätze) kommen zwei frischgebackene DEL-Meister in die Mozartstadt. Außerdem verstärkt der ehemalige Münchner Derek Joslin, der knapp 400 Einsätze zwischen AHL und NHL aufweisen kann, die Salzburger Defensive. Die Liste der Neuverpflichtungen wird von Schlussmann Lamoureux sowie Angreifer Bud Holloway (Skelleftea/SHL) komplettiert - ebenfalls zwei Spieler, die in der EBEL für den entscheidenden Unterschied sorgen können.

Derek Joslin (in der Mitte) verstärkt die Salzburger Defensive © GEPA pictures/ Florian Ertl

Nicht nur bei den Top-Drei der Liga, sondern auch bei den restlichen der EBEL tat sich in den letzten Wochen und Monaten einiges. Die Graz 99ers bestätigten wichtige Stützen wie Dwight King, Matt Garbowsky, Travis Oleksuk bzw. Colton Yellow-Horn und wurden in Sachen Neuzugänge in erster Linie in den beiden höchsten Ligen Schwedens fündig. Bei den Playoff-Dauergästen aus Linz , die im Vorjahr erstmals die Pick Round verpasst hatten und sich erst über die Qualification Round für die K.-o.-Phase qualifizierten, sticht unter den vielen Verpflichtungen der AHL-erfahrene Center Mark McNeill als Top-Transfer hervor.

Ex NHL-Profi Dwight King bleibt bei den Graz 99ers © Facebook

Znojmo nahm wie üblich zahlreiche tschechische Akteure unter Vertrag, während Fehervar ungewöhnlich viele EBEL-erprobte Spieler nach Ungarn lotste: Mit Torhüter Mike Ouzas (Linz), Abwehrspieler Tim Campbell (Bozen), sowie den drei Stürmern Andrew Yogan (Innsbruck), Mikko Lehtonen (Zagreb) und Scott Timmins (Dornbirn) wechselten gleich fünf Akteure innerhalb der Liga zu den Magyaren.

Der ehemalige Bozner Tim Campbell hat schon vor einiger Zeit in Fehervar unterschrieben © V. Antonello

Bei Dornbirn , das fast alle Ausländer ziehen lassen musste, steht ein großer Teil des Kaders noch nicht fest. Gespannt sein darf man auch auf die Auftritte des finanziell angeschlagenen HC Innsbruck sowie Nachzügler Villach , die - mit Stand heute – noch keine Top-Transfers verkündeten.

Autor: sportnews

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