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Simon Berger im SportNews-Interview. © Privat

Simon Berger, seine ICE-Zukunft und die Duelle mit Jannik Sinner

Simon Berger ist trotz seines jungen Alters eine feste Größe beim HC Pustertal. Jetzt blickt er mit SportNews auf eine in allen Belangen besondere Saison zurück, zugleich auf das kommende ICE-Abenteuer voraus und erzählt von Tennis-Duellen gegen einen gewissen Jannik Sinner.

Simon Berger hat das Eishockeyspielen beim HCP erlernt, mit 15 Jahren den Schritt nach Bad Tölz gewagt, um drei Saisonen später wieder in seine Heimat zurückzukehren. Seither hat der 21-Jährige bei den Wölfen eine tragende Rolle – und mit den Schwarzgelben schon viele Höhen und Tiefen durchlebt. Auch in der soeben beendeten Saison wechselten sich die Gefühlswelten rasant ab. „Ich finde, wir haben eine gute Saison gespielt, uns stetig entwickelt und uns immer aus den Tiefs befreien können“, bilanziert Berger: „Zum Schluss war es einfach Pech, aber da kann man nichts ändern.“ Der Center spricht die Viertelfinal-Serie gegen den EHC Lustenau an, als das Coronavirus bei den Wölfen grassierte und große Teile des Teams ausfielen.


Trotz der vielen und prominenten Ausfälle schlug sich die Mannschaft von Luciano Basile vor allem in zweiten Spiel der Best-of-three-Serie wacker. Um Haaresbreite verpassten die Wölfe ein drittes Match. „Wir haben in der ganzen Serie Charakter gezeigt, bis zum Umfallen gekämpft und einen Sieg in Lustenau nur knapp verpasst. Leider hat es nicht ganz gereicht“, betont Berger.

ICE-Abenteuer steht an
Obwohl der Verein sich noch in der Vorbereitung befindet und Kadermeldungen erst in den nächsten Wochen erwartet werden dürfen, deutet alles darauf hin, dass Berger Teil des nächstjährigen Teams sein wird, das das ICE-Abenteuer in Angriff nimmt. „Noch kann ich nichts sagen, aber ich hoffe, dass ich eine Chance bekomme, mich in der ICE Hockey League zu bewähren“, hält sich Berger bedeckt.
„Wenn man auf der Spielfläche steht, fühlt man sich grandios“
Simon Berger über die neue HCP-Arena
Die Vereinsführung hat die Gespräche mit den Spielern bereits aufgenommen. Zurzeit haben aber organisatorische Aufgaben den Vorrang. „Es ist auch für den Verein eine große Umstellung“, erklärt der Pusterer. Sollte sich dessen Wunsch aber verwirklichen und er in der ICE spielen, täte er dies im neu erbauten Stadion in Bruneck, das Berger schon einmal von innen betrachten konnte. „Wir haben das Stadion einmal mit der Mannschaft besichtigt. Es ist gewaltig. Wenn man auf der Spielfläche steht, fühlt man sich grandios“, schwärmt der Stürmer über die Arena. In dieser werden zurzeit die wichtigsten Arbeiten vollendet – im Sommer soll sie rechtzeitig fürs HCP-Debüt in der ICE bezugsbereit sein.

Simon Berger bei der Arbeit. © Optic Rapid/I. Foppa


Um sich bestmöglich auf die anstehende Saison vorzubereiten, hat Berger bereits mit dem Sommertraining begonnen. Dieses absolviert er, ohne sein Ingenieurwesen-Studium an der Universität Bozen zu vernachlässigen. Dabei darf eine alte Leidenschaft nicht zu kurz kommen: Tennis. „Ich habe bis 13-14 Jahren Tennis gespielt, dann kurz aufgehört und seit 3-4 Jahren wieder damit angefangen“, erzählt Berger, der in Kinderjahren einen besonderen Gegner hatte, nämlich Jannik Sinner.

Berger erinnert sich an die Duelle mit dem heutigen Weltklasse-Spieler aus Sexten zurück: „Jannik ist zwei Jahre jünger als ich, hat in der U8, der U10 oder der U12 aber immer gegen Ältere gespielt. Schon damals war das, was er auf dem Tennisplatz gezeigt hat, erstaunlich“, meint der 21-Jährige: „Er hat immer gegen uns Ältere gespielt und war dennoch einer der besten.“ Ob Berger Sinner geschlagen habe? „Das müssen nicht alle wissen“, scherzt er und schließt damit ab.

Schlagwörter: Eishockey

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