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Mike Halmo und die Foxes haben gegen Lukko Rauma durchaus zugelangt, gingen aber dennoch als Verlierer vom Eis. © V. Antonello

Bozen liefert dem finnischen Meister einen harten Fight

Der Riese wankte, fiel aber nicht. Lukko Rauma landete im Achtelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League in Bozen einen Favoritensieg. Allerdings: Vor dem Retourmatch im hohen Norden keimt beim HCB Südtirol Alperia Hoffnung.

Von:
Alexander Foppa

Die Foxes haben den 2300 Fans in der Eiswelle einen Champions-League-würdigen Abend geboten und ihnen eine ihrer besten Saisonleistungen gezeigt. Am Ende aber siegte Lukko Rauma, der amtierende finnische Meister und CHL-Halbfinalist von 2016, mit 3:1. Damit schossen sich die Skandinavier die Viertelfinaltür vor dem Rückspiel kommende Woche weit auf.


Allerdings verließen die Bozner das Eis keinesfalls mit gesenktem Haupt, im Gegenteil: Von den Rängen gab es tosenden Applaus und Sprechchöre. Zum einen waren diese als Anfeuerung für das Derby am Freitag gegen dem HC Pustertal gedacht, vor allem aber wurde dadurch eine Mannschaftsvorstellung quittiert, die dem Geschmack von Coach Doug Mason entsprochen haben dürfte.

Die Foxes waren Lukko spielerisch zwar deutlich unterlegen und hächelten dem Gegner hinterher, sobald dieser das Tempo anzog, gleichzeitig aber traten die Mannen in Rot und Weiß so geschlossen auf, wie selten zuvor in dieser Saison. Sie hielten körperlich über die gesamte Spieldauer dagegen und erspielten sich auch mehrere hochkarätige Torchancen, während der glänzende Justin Fazio hinten dicht machte. Darauf lässt sich aufbauen.


Die Schlüsselszenen

  • Brett Findlay scheitert im Eins-gegen-Eins mit Lukkos 22-jährigen Ausnahme-Goalie Lassi Lehtinen (3.). Dieser vereitelt unmittelbar danach weitere Torchancen.
  • Wie aus dem Nichts gehen die Gäste in Führung: CHL-Topscorer Scott Pooley lenkt die Scheibe zum 0:1 ins Netz (6. Minute).
  • Ein Blueliner des heute starken HCB-Verteidigers Keegan Lowe knallt an die Stange (8.).
  • Auch Lukko scheitert am Pfosten. Mit dem feinen Unterschied: Vili Saarijärvi steht goldrichtig und schiebt den Abpraller zum 0:2 ein (12.)
  • Ein krachender Open-Ice-Hit von Mike Halmo eröffnet eine Bozner Drangphase, die schließlich zum Anschluss führt. Nach einem Schussversuch von Halmo prallt der Puck von Samuli Piipponens Schienbein ins eigene Tor – 1:2 (32.).
  • Dustin Gazley hat die ganz große Chance zum Ausgleich. Er scheitert aber alleine vor Lehtinen.
  • Kurz vor der 2. Pause erzielt Lukko das 3:1: Zunächst trifft Piipponen das Torgestänge, kurz darauf trifft Anrei Hakulinen ins Schwarze (39.). Danach fallen keine Tore mehr.

Durch die Heimniederlage wurde die ohnehin schon riesengroße Aufgabe zwar nochmal um ein Stück härter, allerdings keimt beim HC Bozen weiter ein kleines Fünkchen Hoffnung auf den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale. Die Entscheidung fällt am nächsten Mittwoch (18 Uhr) im Rückspiel im finnischen Ostseestädtchen Rauma.

HCB Südtirol Alperia – Lukko Rauma 1:3
HCB: Fazio (Boyle); Plastino-Maione, DiPerna-Trivellato, Lowe-DeHaas, Tauferer; Gazley-Findlay-Halmo, Frigo-Bernard-Frank, Felicetti-Alberga-Miceli, Mizzi-Pitschieler-Glück
Coach: Mason

Lukko: Lehtinen (Helomaa); Saarijärvi-Piipponen, Grégoire-Slovacek, Laitinen-Abt, Säkkinen-Pietilä; Repo-Mattila-Hakulinen, Haga-Ilomäki-Pooley, Skalicky-Päivärinta-Petman, Nyman-Kainulainen-Ylitalo
Coach: Virtanen

Tore: 0:1 Scott Pooley (5.29), 0:2 Vili Saarijärvi (11.46), 1:2 Mike Halmo (31.08), 1:3 Anrei Hakulinen (38.18)

Zuschauer: 2.300
Die weiteren Achtelfinal-Duelle:
Skelleftea – Sparta Prag 1:3
Klagenfurt – Leksands 4:0
Vaxjö – Tappara 2:2
Mannheim – Frölunda 1:10
Fribourg – München 2:4
ZSC Lions – Rögle 2:3
Rouen – Salzburg (Mittwoch, 19.30 Uhr)

Rückspiele: 23. und 24. November

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