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Angelo Miceli ist zurzeit bärenstark in Form. Auch privat läuft es bei ihm rund. © Vanna Antonello

Sportlich und privat: Angelo Miceli schwebt auf Wolke 7

Der HCB Südtirol Alperia spulte zuletzt ein Mammutprogramm ab. Ein Akteur spielte dabei immer wieder groß auf: Angelo Miceli befindet sich in einer herausragenden Form. Ob das auch mit dem Heiratsantrag zu tun hat, den der Italo-Kanadier erst kürzlich seiner Südtiroler Freundin gemacht hat?

Es ist der natürliche Lauf der Dinge im Eishockey-Sport, und somit auch beim HC Bozen. Ein nordamerikanischer Spieler kommt hierher, absolviert eine Saison, vielleicht zwei, in manchen Fällen bleibt er auch mal etwas länger. Doch irgendwann zieht es ihn wieder weg, entweder in eine andere Liga oder zurück in die kanadische oder US-amerikanische Heimat. Bei Angelo Miceli ist dieser natürliche Lauf der Dinge für einmal außer Kraft gesetzt worden. Der Kanadier fühlt sich in Bozen nicht nur eishockeytechnisch pudelwohl, sondern ist auch privat glücklich geworden.


Miceli hat in Südtirol mit Freundin Gerda aus Kaltern seine große Liebe gefunden. „Im November habe ich ihr einen Heiratsantrag gemacht, wir werden 2024 in Kaltern heiraten und möchten uns hier ein Leben aufbauen“, sagt Miceli. „Gerda ist die Liebe meines Lebens. Sie hat sogar eine Arbeit gewählt, bei der sie im Sommer immer frei hat, damit wir dort gemeinsam nach Kanada reisen können. Das bedeutet sehr viel für mich.“

Angelo Miceli und seine Verlobte Gerda. © privat


Diese private Sternstunde scheint dem Angreifer auch sportliche Flügel zu verleihen. Miceli spielt schon seit Wochen in Hochform, seine flinken Hände haben in den letzten sieben Spielen fünf Mal getroffen, zuletzt erzielte er gegen Wien das entscheidende Tor zum 4:3. „Im Moment läuft es einfach gut. Ich spiele eigentlich wie immer, nur der Puck findet mich aktuell eben richtig gut“, schmunzelt der 28-Jährige aus Montreal. Darüber freute sich auch sein Bruder Girolamo, der Angelo über Silvester einen Besuch abstattete. „Er war von den Bozner Fans beeindruckt, vor allem, als sie nach einem Tor meinen Namen gerufen haben. So etwas gibt es in Nordamerika nicht.“

Der „Calabria Sniper“

Apropos Familie: Micelis Großeltern stammen aus Kalabrien und Sizilien, deshalb spricht der Italo-Kanadier auch fließend Italienisch. „Deutsch möchte ich noch lernen, auch im Hinblick auf die Zukunft“, so der 28-Jährige, der heuer schon elf Mal eingenetzt hat und seinen persönlichen Bozen-Rekord (18 Buden) im Visier hat. Wegen dieser Kombination aus Torgefahr und familiärer Italien-Vergangenheit wird der Flügelstürmer von den Fans oft auch als „Calabria Sniper“ bezeichnet.

Angelo Miceli (links) mit seinem Bruder Girolamo vor der Bozner Fankurve. © privat


Im Team der Foxes zählt Miceli mittlerweile zu den dienstältesten Spielern. Im Herbst 2017 kam „Ang“ nach Bozen und ist seither nie mehr weggegangen. Erst vor kurzem absolvierte er sein 300. Match für die Talferstädter, zudem ist er Nationalspieler Italiens. „In Bozen fühle ich mich pudelwohl“, sagt Miceli, der in dieser Zeit auch nie einen Gedanken daran verschwendet hat, den Verein zu wechseln.
„Wir sind eine eingeschworene Truppe.“ Angelo Miceli

Der Flügelstürmer ist überzeugt, dass die Mannschaft heuer Großes erreichen kann. „Wir haben eine enorme Tiefe im Kader und können in jedem Match mit vier Linien spielen. Zudem ist die Truppe sehr eingeschworen, wir kommen alle super miteinander aus. Das ist ein großer Vorteil.“

Ist Bozen titelreif?

Da stellt sich zwingend die Frage: Können die Foxes die Meisterschaft gewinnen? „Das ist noch ein langer Weg“, meint Miceli. Er betont aber auch: „Bei dem, was ich jeden Tag im Training und bei den Spielen sehe, kann ich sagen: Wir können uns eigentlich nur selbst weh tun.“

Bereits am Freitagabend sind die Foxes im Einsatz, dann steht um 19.15 Uhr das Auswärtsspiel gegen Linz auf dem Programm. Dies ist das einzige Bozen-Match an diesem Wochenende. Der HC Pustertal trifft unterdessen am Samstag um 19.15 Uhr auswärts auf Wien.

ICE Hockey League, die Spiele vom Wochenende

Freitag
Linz – Bozen (19.15 Uhr)
Wien – Graz
Klagenfurt – Innsbruck
Villach – Salzburg

Samstag
Wien – Pustertal (19.15 Uhr)

Sonntag
Salzburg – Klagenfurt (16.30 Uhr)
Linz – Vorarlberg (17.30 Uhr)



SPGUVTVP
1. Innsbruck3625011144:11177
2. HCB Südtirol3626010129:8475
3. Salzburg3424010104:6273
4. Villach3520015125:10859
5. Linz342001497:8558
6. Klagenfurt341901597:8454
7. Wien3317016102:9453
8. Fehervar351601987:8751
9. Graz361402274:10242
10. HC Pustertal361202493:10738
11. Asiago Hockey341202291:12035
12. Olimpija Ljubljana341102387:12733
13. Vorarlberg351002567:12630

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